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Nach Sportunterricht: Elf Kinder mit Übelkeit in Klinik eingeliefert

Moosburg - Elf Schüler sind in Moosburg nach dem Sportunterricht mit Übelkeit in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Sie hatten zuvor aus dem gleichen Wasserhahn getrunken.

Moosburg: Schüler nach Sportunterricht in Klinik eingeliefert

Mit Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen sind elf Schüler des Moosburger Gymnasiums gestern Mittags ins Kinderkrankenhaus Landshut eingeliefert worden. Die Buben im Alter von 13 bis 15 Jahren hatten während des Sportunterrichts Wasser aus einer Schuhwaschanlage am SGM-Platz getrunken, das nicht als Trinkwasser geeignet ist.

Der Sportunterricht bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem neuen Platz der Sportgemeinschaft Moosburg verlangte den Buben der sechsten Jahrgangsstufen gestern Vormittag einiges ab – eine Abkühlung war dringend nötig. Also erfrischten sich die Schüler mit dem Wasser aus der Schuhwaschanlage und tranken es auch. Ein fataler Fehler: Kaum zurück am Gymnasium, klagten 22 Schüler über Übelkeit und Bauchkrämpfe, einige mussten sich sogar übergeben. Sofort alarmierte der Sportlehrer den Rettungsdienst, der mit mehreren Fahrzeugen anrückte.

Unter der Regie von Einsatzleiter Thorsten Koch machten sich die Rettungsassistenten und -sanitäter sowie der Notarzt daran, die aufgebrachten Schüler zu beruhige, sie zu untersuchen und Infusionen zu legen. Nach kurzer Zeit konnte der stellvertretende Schulleiter Hans Loibl Entwarnung geben: „Keine Panik – alles halb so wild.“ Dennoch mussten elf Buben zur Blutabnahme ins Kinderkrankenhaus Landshut gebracht werden. Um die Kapazitäten des Rettungsdienstes im Landkreis nicht zu „sprengen“, rückte der Großraum-Rettungswagen der Berufsfeuerwehr München an: Der „Bus“, der Platz für 15 Patienten bietet, brachte schließlich alle Buben gemeinsam nach Landshut.

Indes machte sich die Polizei an die Arbeit, der Ursache auf den Grund zu gehen: Schüler und Lehrer wurden befragt sowie eine Wasserprobe entnommen. Nun liegt es am Gesundheitsamt Freising, das Wasser zu analysieren.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich gestern Vormittag die Nachricht vom Großeinsatz des BRK am Gymnasium, weshalb einige aufgebrachte Eltern zur Schule eilten. Doch mit der nötigen Ruhe und Routine konnte Thorsten Koch alle beruhigen: Es handle sich ausschließlich um Buben der sechsten Jahrgangsstufe, und die Eltern der betroffenen Schüler seien von der Schule bereits informiert worden.

Da nach der sechsten Klasse noch weitere Schüler Unterricht auf dem SGM-Sportplatz hatten, wurde die Schuhwaschanlage unmittelbar nach dem Vorfall gesperrt, zudem ein entsprechendes Hinweisschild angebracht. Um weitere Krankheitsfälle, auch in anderen Bildungseinrichtungen, auszuschließen, wurden gestern Vormittag vorsorglich noch alle Schulen über den Vorfall am Gymnasium informiert. Kurz nach 12 Uhr war der Einsatz vorbei, und Koch konnte Entwarnung geben: „Da passiert nichts mehr.“

Andrea Hermann

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