Aufregung in Adelshofen

Angst vor Schäferhund der Nachbarn: Bürgermeister erlaubt aber keinen hohen Zaun

Um Kinder vor einem benachbarten Schäferhund zu schützen, wollten Anwohner im neuen Baugebiet „Lichtenberg“ einen hohen Zaun errichten. 

Adelshofen – Um Kinder vor einem benachbarten Schäferhund zu schützen, wollten Anwohner im neuen Baugebiet „Lichtenberg“ einen hohen Zaun errichten. Doch dagegen sprach sich nun der Gemeinderat aus. Das Vorhaben widerspricht dem Bebauungsplan.

Einen 1,90 Meter hohen Doppelstahlzaun mit Sichtschutz wollten die Antragsteller zwischen den beiden Grundstücken errichten. Laut Plan sind aber nur 1,20 Meter hohe, offene Einfriedungen erlaubt. „Wenn wir da jetzt so eine Wand reinstellen lassen, brauchen wir zu den Einfriedungen gar nichts mehr sagen, weil wir dann einen Bezugsfall schaffen“, sagte Bürgermeister Michael Raith (CSU). An den Vorgaben der Planung soll nach Meinung des Rathauschefs auf jeden Fall festgehalten werden, zumal der Bebauungsplan noch nicht alt sei.

Bürgermeister sieht Gefahr eines Präzedenzfalls

Die Verwaltung verwies darauf, dass der Hund so zu halten sei, dass von diesem keine Gefahr für Leben, Gesundheit und Eigentum ausgeht. Dafür seien andere geeignete Mittel als der hohe Zaun zu treffen.

Das Ordnungsamt der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, zu der die Gemeinde Adelshofen gehört, wird von dem Fall informiert und um entsprechende Maßnahmen gebeten. Und auch Raith möchte das Gespräch mit den Antragsstellern suchen und eine Lösung finden. „Ich kann mir zum Beispiel eine Art von Sichtschutzmatten vorstellen.“ Diese könnten temporär angebracht werden. Eine dauerhafte Lösung kommt für Raith aufgrund der Gefahr eines Präzedenzfalles jedenfalls nicht in Frage.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Philipp Schul / Philipp Schulze (Symbolbild)

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