Der Nebel-Flughafen: 150 Passagiere stranden im Erdinger Moos

Erding - Ihren Zwischenstopp am Flughafen München mussten über 150 Passagiere unfreiwillig verlängern. Sie übernachteten laut Airportsprecher Edgar Engert auf Feldbetten, die im Terminal 2 aufgebaut waren.

Schuld war der Nebel im Erdinger Moos. Während an normalen Flugtagen 58 Landungen pro Stunden möglich sind, habe die Deutsche Flugsicherung laut Engert die Zahl der Landungen von sechs Uhr morgens bis 18 Uhr auf 36, und danach auf 38 pro Stunde reduziert.

Die Folge waren erhebliche Verspätungen. 482 der 1058 durchgeführten Bewegungen hatten laut Engert über eine halbe Stunde Verspätung. Die Passagiere von 75 Maschinen warteten mehr als zwei Stunden auf ihre Verbindung. 94 Flüge mussten wegen des Wetters komplett gestrichen werden. So konnte die Maschine der Egypt Air nicht mehr starten, „und Air China kam nicht mehr rein“, berichtete Engert. „Die Fluggesellschaften haben viele ihrer Umsteiger nicht mehr an ihr Ziel bringen können.“ Die meisten seien in Hotels untergebracht worden. „Bis nach Garmisch wurden die Passagiere gebracht“, erzählte er. Als alle Hotelkapazitäten aufgebracht waren, habe die Feuerwehr und der Terminaldienst Feldbetten aufgebaut worden. „Unser Bahnensystem ist so störanfällig, weil es bereits ausgelastet ist“, sagte Engert. „Unregelmäßigkeiten können nicht mehr abgefedert werden.

Wir hätten den Nebel zwar trotzdem gehabt, aber mit einer dritten Bahn könnte man ein Drittel Flüge mehr abwickeln.“ Auch am frühen Donnerstagmorgen herrschte noch Nebel, der sich im Laufe des Vormittags verflüchtigte, so dass Engert bis 11 Uhr morgens nur noch 40 Verspätungen von mehr als einer halben Stunde zählte.

Dieter Priglmeier

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