Zornedinger CSU zog die Notbremse

Nach "Neger-Skandal": Zornedinger CSU-Spitze tritt zurück

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Pfarrer Oliver Ndjimbi-Tshiende wurde vom stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden beleidigt.

Zorneding - Nach rassistischen Äußerungen sind die Vorsitzende der CSU im oberbayerischen Zorneding (Landkreis Ebersberg) sowie ihr Stellvertreter von ihren Ämtern zurückgetreten.

Die Kreis-CSU zog die Notbremse. Der Zornedinger Ortsverband der Christsozialen steht nach der Flüchtlingshetze der Vorsitzenden Boher vor Neuanfang. Sylvia Boher erklärte am Dienstagmorgen: „Ich mache den Weg für einen Neuanfang frei, um weiteren Schaden für die CSU, der durch die dauerhafte Presseberichterstattung der letzten beiden Wochen entstanden ist, abzuwenden.“ Vize Johann Haindl tritt auch als Gemeinderat zurück.

Der Ebersberger CSU-Kreisvorsitzende Thomas Huber sagte, die sofortigen Rücktritte seien unausweichlich für einen notwendigen Neuanfang an der Zornedinger CSU-Spitze gewesen. „Die CSU steht für Humanität und Solidarität gegenüber denen, die aus Kriegsgebieten flüchten müssen und zu uns kommen und Hilfe benötigen“, sagte Huber.

Boher hatte im „Zorneding Report“ geschrieben, Bayern werde von Flüchtlingen überrannt. Es handle sich um eine Invasion. Migranten aus dem afrikanischen Eritrea nannte sie Militärdienstflüchtlinge. Haindl bezeichnete den aus dem Kongo stammenden katholischen Pfarrer Zornedings als „Neger“.

dpa

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