Neubau

Reizvolles Ausflugsziel: Hier entsteht eine neue Eisdiele mit Seeblick

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Im Biergarten der Gaststätte am Dietlhofe r See soll eine Eisdiele mit 56 Sitzplätzen plus Terrasse gebaut werden.

Südlich der Gaststätte am Dietlhofer See wird eine neue Eisdiele entstehen. Weilheims Bauausschuss stimmte dem Vorhaben zu – doch es gab auch Vorbehalte.

Weilheim – Für die Eisdiele ist ein eingeschossiger, 14 auf sieben Meter großer Neubau im Biergarten der Wirtschaft geplant. Der Antrag dafür kommt vom Pächter der Gaststätte, der laut Stadtbauamt „offensichtlich vorhat, das gesamte Grundstück zu kaufen“. Innen soll die neue Eisdiele 56 Sitzplätze haben, vor der Ostfassade, also zum See hin, ist eine unbefestigte Terrasse mit 72 Sitzplätzen geplant.

Von der Größe und Bauweise her entspricht der Neubau den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Dietlhofer See“, wie es am Dienstag im Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates hieß. Doch bisher sei nur eine „Biergartenstation“ erlaubt, bezüglich dieser Zweckbestimmung muss der Bebauungsplan für die geplante Eisdiele geändert werden. Und das wollten nicht alle Ausschuss-Mitglieder mittragen. CSU-Stadtrat Klaus Gast nannte es „höchst bedenklich, dass da ein Gebäude entsteht, das letztlich nichts anderes ist als eine neue Wirtschaft“. Denn so würde sich „etwas komplett anderes entwickeln als man für den Badeplatz will“. Der „Badeplatz Dietlhofer See“ sei jedoch „für Weilheim eine immens wichtige Geschichte“, so Gast.

Auch Stefan Zirngibl (CSU) steht dem gewünschten Neubau „mehr als skeptisch“ gegenüber. Der Gaststätte habe man vor einigen Jahren bereits eine Erweiterung zugestanden, doch ausdrücklich festgelegt, „dass man dort keine weitere bauliche Entwicklung will“ – deshalb die Festsetzung einer „Biergartenstation“. Eine Eisdiele sei nun aber „eine ganz andere Hausnummer“, so Zirngibl: Er fürchte, dass die Stadt „die weitere Entwicklung da draußen irgendwann nicht mehr in der Hand hat“, wenn zu viel zugelassen wurde, auf das sich andere Bauwerber wiederum beziehen könnten.

„Wirklich gute Belebung für brachliegendes Grundstück“

Das sah Bürgermeister Markus Loth anders („die weitere Entwicklung dort liegt in unserem Ermessen“), und auch die anderen BfW-Vertreter warben für die Eisdiele. Petra Hofer sieht darin „eine wirklich gute Belebung für dieses etwas brachliegende Grundstück“, von einer „Bereicherung“ sprach Dr. Claus Reindl: „Ich sehe da keine Risiken.“ Eher nüchtern äußerte sich Grünen-Vertreter Alfred Honisch: Er finde die Eisdielen-Pläne „nicht besonders prickelnd“, aber es sei für den Wirt „halt ein zweites Standbein, dass sich das alles ein bisschen mehr rentiert“. „Die Frage ist“, so Honisch weiter: „Was ist, wenn’s nicht läuft?“.

Gegen die Stimmen von Gast, Zirngibl und Romana Asam (FW) stimmte der Bauausschuss den Plänen grundsätzlich zu. Doch gelte es „noch bestimmte Dinge mit dem Bauwerber zu klären“, so Bürgermeister Loth. Insbesondere sollte für die Eisdiele ein eigenes WC geschaffen werden – was bisher nicht geplant ist. Doch nach Ansicht der Stadt ist es nicht praktikabel, dass für die Eisdiele – die wohl auch Gäste in Badekleidung besuchen werden – die Toiletten des Restaurants mitbenutzt werden.

Neubau darf nur eingeschossig werden

Im Zuge der Bebauungsplan-Änderung will die Stadt außerdem festschreiben, dass der Neubau nur eingeschossig sein darf und im Biergarten keine weiteren Flächen versiegelt werden dürfen. Zudem soll klargestellt werden, dass es für die bestehende Gaststätte bei „Erdgeschoss plus ausgebautes Dachgeschoss“ bleibt, also dauerhaft kein zweites oder drittes Vollgeschoss möglich ist. Das sei im Bebauungsplan bisher „etwas unklar“ ausgedrückt, so Bauverwaltungs-Leiter Manfred Stork. Kein Handlungsbedarf sei in Sachen „Parkplatz“. Die Gaststätte habe auch für eine zusätzliche Eisdiele mehr Auto-Stellplätze als vorgeschrieben.

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