Schreckliches Unglück schockt Neubiberg

Bub (8) von Gipsplatten erschlagen

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Ein Kriseninterventionsteam steht vor dem Haus, in dem sich das Unglück ereignete.

Neubiberg - Ein tragischer Unfall erschüttert Neubiberg. Ein Achtjähriger, der am Freitagmittag allein daheim war, wurde von mehreren Gipsplatten erschlagen.

Ein tragischer Unfall erschüttert Neubiberg. Ein achtjähriger Bub, der am Freitagmittag von der Schule kam, wurde von mehreren Gipsplatten erschlagen. Eltern, Rettungskräfte und Nachbarn waren so schockiert, dass sie von einem Kriseninterventionsteam und einem Pfarrer bis in den Abend hinein betreut werden mussten.

Bilder vom Rettungseinsatz

Bub (8) von Gipsplatten erschlagen

Das neue Schuljahr ist erst zwei Tage alt, als sich der kleine Yannik S. von der Neubiberger Volksschule auf den Weg nach Hause macht. Die Familie des Achtjährigen lebt in einer schmucken Reihenhaussiedlung, in der die Menschen gerne leben. Man kennt sich, man redet miteinander, man hilft sich. Yannik läuft den Weg nach hinten zu seinem Elternhaus, schließt die Haustür auf. Seine Eltern sind zu diesem Zeitpunkt nicht daheim.

Im Flur stehen nach den späteren Angaben der Polizei Gipsplatten. Zu welchem Zweck, bleibt zunächst unklar.

Ebenso ungeklärt war bis Freitagnacht, warum die schweren Platten plötzlich umkippen. Der Achtjährige wird jedenfalls unter den Platten begraben, kann sich nicht befreien. Als die Mutter, die sich nach Informationen der tz im Elternbeirat der Volksschule engagiert, heimkommt und ihren Sohn findet, wählt sie den Notruf. Helfer der Feuerwehr Neubiberg sind sofort vor Ort, müssen aber die in sich verkeilten Gipsplatten erst zersägen, um an den Bub überhaupt heranzukommen. Bis dies geschafft ist, kommt für das Kind aber jede Hilfe zu spät. Auch die Wiederbelebungsversuche des Notarztes bleiben erfolglos. Neubibergs Feuerwehrkommandant Markus Hardi ist ebenfalls tief betroffen: „Ich habe selbst eine Tochter in dem Alter, da weiß man wieder, wie kostbar das Leben ist."

jam/mdu

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