Nach tödlichem Unfall

Neubiberg: Die tiefe Trauer um Yannik (8)

Neubiberg trauert um den kleinen Yannik.

München - Blonde Haare, wache Augen, eine Stupsnase. Die zwei Fotos in der Pfarrkirche Rosenkranzkönigin in Neubiberg zeigen einen wahren Sonnenschein. Neubiberg trauert um den verunglückten Yannik.

Der kleine Altar: Er ist dem achtjährigen Yannik gewidmet. Von einer Minute auf die andere hat das Schicksal den Drittklässler aus dem Leben gerissen. Schwere Gipsplatten hatten ihn unter sich begraben (tz berichtete).

Das Drama: Am Freitagmittag gegen 13 Uhr nimmt es seinen Lauf. Im Flur des schmucken Reihenhauses stehen mehrere Gipsplatten für den Innenausbau - vermutlich lehnen sie an der Wand. Aus noch ungeklärter Ursache kippen diese Platten plötzlich um und werden Yannik zum Verhängnis - er steht direkt daneben. Die Platten reißen den Drittklässler, der gerade von der Schule heimgekommen ist, zu Boden. Sie fallen offenbar so unglücklich auf Yanniks Hals, dass es dem Achtjährigen die Halsschlagader abdrückt. Yanniks Mutter, die in der Nähe ist, eilt sofort in den Flur. Sie alarmiert den Notarzt - doch der kann nichts mehr für ihren Sohn tun.

Den Männern der Feuerwehr Neubiberg bleibt nur noch die traurige Aufgabe, Yannik von den schweren Gipsplatten zu befreien. Die Familie des süßen Buben erleidet einen schweren Schock. Die Eltern und Yanniks Schwester Lara (11) werden daraufhin vom Krisen-Interventionsteam und vom Pfarrer betreut.

 In der nächsten Woche steht der verzweifelten Familie eine weitere schwere Prüfung bevor: Sie muss ihren Sonnenschein auf seinem letzten Weg begleiten. Freunde und Bekannte leiden in dieser schlimmen Zeit mit der Famiilie - ganz sichtbar in der Kirche. Hinter den beiden Fotos von Yannik steht ein Strauß mit Herbstblumen, davor haben Kinder Süßigkeiten gelegt: Schokoriegel, Lollis, Kaugummis. Es ist ihr letzter Gruß an ihren Freund.

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