Das tödliche Ende einer Alkoholfahrt

Tunnel-Tragödie: Zwei Männer sterben

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Der Renault prallte gegen die Wand der Unterführung und blieb auf dem Dach liegen.

Neubiberg - Entsetzlicher Unfall in einer Unterführung in Neubiberg: Zwei junge Männer kamen dabei am Sonntagmorgen ums Leben, zwei Weitere wurden schwer verletzt.

Zu Viert brachen die Freunde auf in eine rauschende Partynacht. Doch als die Sonne aufging, lebten nur noch zwei von ihnen: An einer Unterführung am Neubiberger Flughafen verunglückte in der Nacht zu Sonntag ein mit vier jungen Männern besetzter Renault Mégane. Der Fahrer war betrunken und stand unter Kokaineinfluss, das Auto war 20 Jahre alt. Unter diesen Umständen hatten die beiden vorne sitzenden Männer keine Chance.

Für den Unfall selbst gibt es keine Augenzeugen. Ein geschockter Taxifahrer meldete sich um 3.40 Uhr von der Kreuzung Alte Landstraße/Staatsstraße 2078 in der Einsatzzentrale der Polizei: „Vor der Flughafenunterführung liegt ein total zertrümmertes Auto auf dem Dach. Da drin liegen zwei Menschen. Kommt schnell!“

Den Rettern bot sich ein furchtbares Bild: Beifahrer Valon B. (31) – ein junger Mann aus dem Kosovo, der in Neubiberg lebte, muss sofort tot gewesen sein. Fahrer Bruno A. (26), ein in München lebender Portugiese, starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Beide hatten in der zerquetschten Karosserie tödliche Kopfverletzungen erlitten. Im Fonds entdeckten Feuerwehrleute zwei weitere Schwerverletzte. Christian A. (24) und Markus D. (25), zwei Freunde aus München. Ob Christian A. überleben wird, wagen die Ärzte noch nicht zu sagen. Lediglich Markus D. ist außer Lebensgefahr. Alle vier waren angeschnallt gewesen. Doch auch das hatte sie in diesem Fall nicht mehr gerettet.

Anhand der Unfallspuren rekonstruierte die Polizei mithilfe eines Gutachters den Unfallablauf. Demnach muss der Renault mit einem Wahnsinns-Tempo weit jenseits der Hundert auf die Unterführung zugeschossen sein. Dabei schrammte der Wagen jedoch den Bordstein der Verkehrsinsel vor der Tunneleinfahrt. Beide Reifen rechts platzten, Bruno A. verlor die Kontrolle. Der Renault schleuderte mit hohem Tempo in den Graben und zerschellte links an der Tunneleinfahrt.

Wegen eines leeren Kindersitzes wurde das Wrack noch mit dem Feuerwehrkran angehoben. Doch dieser schlimme Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Dorita Plange

Tunnel-Drama in Neubiberg: Zwei Männer sterben

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