1. tz
  2. München
  3. Region

Investorenduo Manuel Neuer und Johannes Rabl: So sieht das neue Forsthaus aus

Erstellt:

Von: Daniel Krehl

Kommentare

Das Forsthaus in der Valepp ist seit Jahren geschlossen. Wie es samt Anbau nach der Wiedereröffnung aussehen könnte, zeigt eine Visualisierung.
Das Forsthaus in der Valepp ist seit Jahren geschlossen. Wie es samt Anbau nach der Wiedereröffnung aussehen könnte, zeigt eine Visualisierung. © tp/Animation: privat / Merkur-Collage

Am Forsthaus Valepp gehen die Dinge ihren Gang. Das Investorenduo Johannes Rabl/Manuel Neuer zeigt nun erstmals eine Visualisierung, wie das Ensemble künftig aussehen soll.

Spitzingsee – Wer derzeit am Forsthaus Valepp vorbeikommt, kann auf Tafeln schon erahnen, wie das Gebäude in dem Tal unweit der österreichischen Grenze einmal aussehen soll. Bekanntlich haben der Tegernseer Gastronom und Unternehmer Johannes Rabl und FC Bayern-Torwart Manuel Neuer den Zuschlag für eine Übernahme des denkmalgeschützten Gebäudes bekommen. Begleitet war dies von viel Getöse von Bedenkenträgern, in das sich gerne auch einmal ein paar Halbwahrheiten schlichen.

Rabl ist mit Auskünften deshalb schon länger vorsichtig. Er weiß, dass alles mit Argusaugen beobachtet und jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird. Auf eine aktuelle Anfrage sagt er daher: „Es gibt momentan nichts Neues zu sagen.“ Einzig auf die künftige Zahl der Betten im Forsthaus lässt er sich festnageln: 28. So viel war allerdings schon bekannt.

(Unser Miesbach-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Ihrer Region. Melden Sie sich hier an.)

Investorenduo Rabl/Neuer: Visualisierung zeigt künftiges Ensemble

Anhand er Visualisierung lässt sich aber schon etwas besser erahnen, was in der Valepp passieren soll. Das Forsthaus bekommt dank des Abrisses des jetzigen WC-Anbaus seine Solitärstellung zurück. Der Ersatzbau mit Lager und Küche ordnet sich dem Hauptgebäude merklich unter und dockt mittels eines Verbindungsbaus ans Forsthaus an. In dessen hinterem Teil sollen auch die WCs untergebracht werden. Ganz hinten soll der zweite Fluchtweg hin. Wegen dessen Fehlen waren Übernachtungen im Forsthaus untersagt worden, ehe es später ganz schloss.

Sichtbar ist auch: In den Stuben im Forsthaus ist nicht sonderlich viel Platz. Auch hier will Rabl keine Zahlen nennen. Zu viel könne sich im Laufe der weiteren Planung noch ändern. Allerdings galt in der Vergangenheit: Bei Regen, also wenn Innenplätze benötigt werden, finden nur wenige Ausflügler den Weg in die Valepp. Zwischen den beiden Gebäuden soll ein Biergarten entstehen. Nicht berücksichtigt in der Visualisierung ist das bestehende Nebengebäude, das Rabl und Neuer aufwerten wollen. Hier können – wie in anderen Wirtschaften auch – kleinere Gesellschaften feiern.

Das Forsthaus in der Valepp aus der Vogelperspektive.
Das Forsthaus in der Valepp aus der Vogelperspektive. © Thomas Plettenberg

Zahlreiche Gespräche stehen noch an: Wiedereröffnung nicht vor 2024

Bislang noch Zukunftsmusik. Vor 2024 wird das Forsthaus nicht wiedereröffnen, und bis dahin wird Rabl noch einige Gespräche mit allen möglichen beteiligten Stellen zu führen haben: Denkmal- und Naturschutz, Gewerbeamt, Gemeinden. Als allererstes gilt es jedoch das Dach abzudichten. Sagt auch Rabl.

Für Unmut in der Schlierseer Kommunalpolitik hatte derweil gesorgt, dass im Winter eine Anbindung über die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße vom Spitzingsee her ermöglicht wird – mit Shuttlebussen. So sieht es der Erbbaurechtsvertrag vor. Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, der das Forsthaus Valepp für den Freistaat betreut, sieht das weniger problematisch. „Es ist noch Zeit, das einvernehmlich zu regeln.“

Schranke an Moni-Alm soll Verkehr reduzieren

Klar bleibe aber: „Es wird im Winter keinen Individualverkehr vom Spitzingsee her geben.“ Die Straße wird schon jetzt geräumt, so dem nicht die Lawinenlage entgegensteht. Nicht so die Anbindung von Rottach-Egern ab der Moni-Alm. Laut Meyer ist auch der Winterbetrieb im Forsthaus selbst „kein Novum“. Den Pächtern soll die Chance gegeben werden, Personal und Hausgäste mit den Shuttlebussen zum Forsthaus zu bringen.

Um den Verkehr auch im Sommer zu reduzieren, soll auf der Mautstraße an der Moni-Alm eine Schranke dicht machen, sobald 100 Fahrzeuge in der Bergregion sind. Das wäre vom Verkehrsaufkommen wohl ein Gewinn, da es aktuell keine Obergrenze gibt. 35 Parkplätze sind am Forsthaus selbst vorgesehen. Die Kritiker hatten da gerne von „bauen“ gesprochen. Tatsache ist aber, dass aktuell fast weitaus mehr Fahrzeuge Platz haben.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Miesbach und der Tegernsee-Region finden Sie auf Merkur.de/Miesbach.

Auch interessant

Kommentare