Neufahrner Zahnarzt Dr. Lentrodt

Zahngold für die Feuerwehr: Arzt kam auf geniale Idee, die Patienten machen mit

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Dicke Spende für die Feuerwehr: 2. Kommandant Robert Friedrich, 2. Feuerwehrvereinsvorsitzender Gerhard Eckl, 1. Vorsitzender Stefan Schlammerl, Zahnarzt Dr. med Jens-Peter Lentrodt, Bürgermeister Franz Heilmeier und Kommandant Reinhold Kratzl bei der Übergabe. 

Wohin mit dem alten Zahngold? In der Praxis von Dr. med. Jens-Peter Lentrodt in Neufahrn stellt sich diese Frage nicht. Der Arzt sammelt das Zahngold seiner Patienten ein und spendet den Gegenwert für gute Zwecke.

Neufahrn – Normalerweise nehmen die Patienten ihre einst für teuer Geld angeschafften Kronen und Goldfüllungen mit nach Hause. Dort liegen sie dann in Schubladen herum oder werden achtlos weggeworfen. Nicht so bei Lentrodt. Der griff eine Idee seines Vaters, eines Zahnarztes in München, auf, und bittet seine Patienten, ihm ihr Zahngold als deklarierte Spende zu überlassen. Von Zeit zu Zeit lässt er das Gold einschmelzen und spendet es – etwa der Feuerwehr. „Das ist mir sehr wichtig“, erklärte Lentrodt bei der Spendenübergabe. 

Große Spendenbereitschaft der Patienten

Er betonte allerdings, dass die großzügige Spende nicht von ihm, sondern von seinen Patienten stammt. „Ich bin überwältigt von der Großzügigkeit und Spendenbereitschaft meiner Patienten,“ erklärte der Zahnarzt. Fast alle seiner Patienten würden bereitwillig spenden, wenn er sie danach frage. Im Zuge der Spendenaktion konnten bereits ein Kletterturm für einen Kindergarten, eine behindertengerechter Zugang zur Kirche und ein Vierjahresprojekt an der Grundschule am Fürholzer Weg realisiert werden.

Und jetzt also die Feuerwehr. Kommandant Reinhold Kratzl zeigte sich schwer beeindruckt von der „Zahngold zu Spenden“-Aktion und dem vielen Geld, das aufgrund des über zwei Jahre angehäuften Zahngoldes zusammengekommen ist. Kratzl bedankte sich in aller Form für die edle Spende. „Wir können es gebrauchen“ – etwa, um zwei neue Navigationssysteme, neue Spezialhandschuhe oder eine akkubetriebene Lampe zum Ausleuchten von Unfallstellen anzuschaffen.

Auch für Bürgermeister Franz Heilmeier stellt die Spende aus der Praxis von Lentrodt etwas Besonderes dar. Nicht nur, weil die Gemeinde die besagten Ausrüstungsgegenstände jetzt nicht anschaffen muss, sondern auch, weil es „ein bemerkenswertes persönliches Vorbild“ sei, wenn jemand so eine Idee in die Tat umsetzt.

Lesen Sie dazu auch: Zahngold, alte Münzen, der Ehering der Oma - wie aus Altgold Geld wird

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