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Wetter-Chaos in Bayern: Alarmstufe „rot“ in weiten Teilen

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Von: Lukas Schierlinger

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Der Winter hat München und Bayern im Griff. Am Flughafen kam es erneut zu Beeinträchtigungen, der DWD warnte vor weiteren Problemen.

Update vom 15. Dezember, 21.42 Uhr: Die amtliche Wetter-Warnung des Deutschen Wetterdienstes gilt weiterhin, mittlerweile fast für den gesamten Süden Bayerns. Bis einschließlich 4 Uhr am Freitag wird hier vor Glatteis gewarnt. Wer also nicht zwingend vor die Haustüre muss, sollte besser Zuhause bleiben. Für alle anderen gilt: Vorsicht ist geboten. Hier können Sie die betroffenen Gebiete auf der offiziellen Warnkarte einsehen:

In weiten Teilen Bayerns wird vor Glätte gewarnt.
In weiten Teilen Bayerns wird vor Glätte gewarnt. © Deutscher Wetterdienst

Unwetterwarnung für Teile Bayerns: KATWARN löst aus – diese Landkreise sind betroffen

Update vom 15. Dezember, 17.59 Uhr: Alarmstufe Rot in weiten Teilen Bayerns: Wie bereits am gestrigen Mittwoch hat der Katastrophen-Warndienst KATWARN ausgelöst. Diesmal wurde eine Warnung vor Eisregen und daraus resultierendem Glatteis verschickt. Der Deutsche Wetterdienst DWD hat Teile Bayerns in „rot“ gefärbt. Es besteht Glättegefahr mit Gefährdungspotenzial durch gefrierenden Regen. Die betroffenen Regionen sind:

Update 15. Dezember, 15.43 Uhr: Am Flughafen der Landeshauptstadt wurden bereits am Donnerstagvormittag rund 100 annullierte Flüge bilanziert - auch am Vortag waren mehr als 100 ausgefallen. „Das sind vor allem die Auswirkungen von gestern, weil zum Beispiel Crews über ihren Arbeitszeiten sind oder die Flugzeuge woanders stehen“, sagte ein Sprecher des Flughafens. Die Bahnen seien in Betrieb, doch viele Flugzeuge müssten erst enteist werden. Manche Fluggäste hätten auch vor Ort übernachtet und seien mit Getränken, Snacks und Decken versorgt worden. Gegen Mittag habe sich die Situation - auch bei den Warteschlangen - wieder entspannt.

Wetter sorgt für Einschränkungen in Bayern: Pendelfahrplan rund um Augsburg

Update 15. Dezember, 14.56 Uhr: Nachdem wegen der Kälte zahlreiche Züge ausgefallen waren, plant das private Unternehmen Go-Ahead Bayern am Freitag einen Pendelfahrplan rund um Augsburg. Dadurch müssten die Fahrgäste dort umsteigen, wenn sie beispielsweise Richtung Donauwörth oder Ulm weiterfahren wollen. „Die aktuelle Wetterlage macht vielen zu schaffen“, sagte der Geschäftsführer Fabian Amini am Donnerstag. Mit dem Blitzeis an den Oberleitungen seien die Fahrzeuge des Unternehmens nicht zurechtgekommen.

Go-Ahead hatte erst im Dezember die von vielen Menschen genutzten Regionalstrecken rund um Augsburg von der Deutschen Bahn (DB) übernommen. Das Unternehmen kämpft zudem mit Personalmangel und kann auch deswegen nicht alle Verbindungen anbieten. Am Mittwoch waren Amini zufolge neun Züge fast zeitgleich auf offener Strecke liegengeblieben. Das Problem sei, dass sich die Stromabnehmer abgeschaltet und gesenkt haben. Durch gefrorenes Wasser im Luftdrucksystem der Fahrzeuge konnten sich die Abnehmer nicht wieder an die Oberleitung heben lassen. Nun müssten alle Fahrzeuge entwässert und gewartet werden, um weitere Probleme zu vermeiden.

Daher seien am Donnerstag laut Go-Ahead 13 von 56 Fahrzeugen defekt gewesen und fielen aus. Zunächst habe man mit einem reduzierten Verkehrskonzept geplant. Da dies allerdings nicht stabil genug sei, gehe das Unternehmen nun im Augsburger Netz in den Pendelverkehr. Im Allgäu fuhren rund 50 Prozent der Züge. Wann Go-Ahead wieder den Vollbetrieb aufnimmt, konnte noch nicht gesagt werden.

Schnee in München
München präsentiert sich dieser Tage äußerst winterlich. © Oliver Bodmer

Update 15. Dezember, 14.07 Uhr: Ein 79-jähriger Mann war zu Fuß auf einem leicht abschüssigen Gehweg im Zentrum von Murnau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) unterwegs. Auf einem vereisten Abschnitt stürzte er. Weil er bewusstlos war, leiteten zunächst Ersthelfer eine Reanimation ein.

Der Mann wurde anschließend ins Unfallklinikum Murnau eingeliefert. Trotz der sofort eingeleiteten Maßnahmen verstarb er gegen 12 Uhr. Die genaue Todesursache soll nun ermittelt werden.

Video zeigt Gestrandete am Münchner Flughafen

Update 15. Dezember, 11.49 Uhr: Immerhin: Kalt war es wohl nicht. Eine Twitter-Nutzerin hat ein Video hochgeladen, das zahlreiche Gestrandete am Münchner Flughafen zeigt – Menschen, die es sich inmitten ihres Gepäcks am Boden „gemütlich“ gemacht haben. Ihr Mann sei bereits am gestrigen Mittwoch von den wetterbedingten Turbulenzen betroffen gewesen, schreibt die Frau in ihrem Beitrag.

Wetter-News für München und Bayern: DWD warnt schon wieder

Update 15. Dezember, 10.59 Uhr: Nach dem Eisregen vom Vortag haben am Donnerstag Schneefälle in Bayern für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Polizei registrierte zahlreiche Unfälle, bei denen es zwar meistens bei Blechschäden blieb, es gab aber auch einige Verletzte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte davor, dass es in der Nacht zum Freitag erneut im Süden zu Glatteis durch überfrierenden Regen kommen kann. Der Regen gehe dann allmählich in Schnee über. „Durch das verbreitete Glatteis sind Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr möglich“, warnten die Meteorologen. Am Wochenende soll es dann wieder sonniger werden. Die Temperaturen werden aber meistens weiterhin im Minusbereich bleiben.

Update 15. Dezember, 10.32 Uhr: Gegen 1.20 Uhr war auf der A8 kurz nach der Anschlussstelle Odelzhausen ein Lkw-Zug aufgrund der winterglatten Fahrbahn umgekippt. Die Autobahn Richtung München ist seitdem voll gesperrt. Unter anderem wurde die Freiwillige Feuerwehr Dachau mit etlichen weiteren Feuerwehren und Rettungskräften auf die Autobahn A8 in Richtung Stuttgart gerufen. Die Bergungsarbeiten werden noch einige Stunden andauern, da zuvor die Ladung per Hand ausgeladen werden muss.

Wetter-Lage in München weiter angespannt: Flughafen erneut betroffen

Update 15. Dezember, 9.54 Uhr: Witterungsbedingt kommt es erneut zu Beeinträchtigungen am Münchner Flughafen. „Bitte prüfe deinen Flugstatus oder informiere dich bei deiner Airline über den Status deines Fluges“, gab der Airport über seinen Twitter-Kanal bekannt. Zudem werden Passagiere aufgerufen, mehr Zeit bei der An- und Abreise einzuplanen. Zuvor waren bereits über eine „Endlosschlange“ am Lufthansa-Service-Schalter (Update 15. Dezember, 9.05 Uhr) berichtet worden.

Schnee in München
Die Wetter-Lage sorgt für Beeinträchtigungen am Münchner Flughafen. © Felix Hörhager/dpa

Update 15. Dezember, 9.27 Uhr: „Witterungsbedingt bleiben Münchens städtische Friedhöfe am heutigen Donnerstag wegen Glättegefahr geschlossen“, informiert das Gesundheitsreferat via Twitter. Bereits am Vortag war diese Maßnahme ergriffen worden. Geplante Trauerfeiern und Bestattungen finden allerdings statt: „Das Friedhofspersonal holt die Trauergäste am jeweiligen Haupteingang ab.“

Update 15. Dezember, 9.05 Uhr: Am Flughafen München sind die Auswirkungen des furiosen Mittwochs zu spüren. Glättebedingt waren viele gecancelt worden, weitere wurden umgeleitet. BR-Reporterin Birgit Grundner berichtet aktuell von einer „Endlosschlange“ vor dem Lufthansa-Service-Center, laut eines Passagiers sei diese zeitweise auf 180 Meter angewachsen.

Alarmstufe Rot in Bayern: Wintereinbruch – DWD warnt vor Glätte

Ursprungsmeldung:

München - Der Winter schlägt in Deutschland voll zu, Bayern steht mit im Fokus. So beschädigte Eisregen am Mittwoch, 14. Dezember, einige Züge von Go Ahead. Der Zugverkehr am Donnerstagmorgen ist deshalb eingeschränkt.

Am Donnerstag herrscht weiter Alarmstufe Rot in Bayern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Diese gilt zwischen 5.30 und 10 Uhr in folgenden Städten und Kreisen:

Wetter-Chaos in Bayern: DWD warnt vor Glätte und gefrierendem Regen

Dazu heißt es: „Es besteht Glättegefahr mit Gefährdungspotenzial durch gefrierenden Regen.“ Der DWD warnt auch vor möglichen Gefahren: „Gefahr für Leib und Leben durch schlagartig gefrierenden Regen. Handlungsempfehlungen: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden bzw. Verhalten im Straßenverkehr anpassen; auf Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen/Schließungen einstellen, notfalls Fahrweise anpassen, möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen.“

In weiten Teilen Bayerns gilt am Vormittag außerdem eine Warnung vor Frost und leichtem Schneefall. (kam)

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