Tragödie in der Neujahrsnacht

Mann von Taxi zu Tode geschleift

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Der Unfallort: Direkt an einer Bushaltestelle in Niederpöcking kam es zu dem tragischen Unfall, der einen 32-Jährigen das Leben kostete.

Niederpöcking - Bei einem tragischen Unfall ist in der Neujahrsnacht ein 32-Jähriger in Niederpöcking am Starnberger See ums Leben gekommen. Der Mann wurde von einem Taxi regelrecht zu Tode geschleift.

Der Jahreswechsel ist bei Starnberg von einem schrecklichen Unfall überschattet worden. Ein 31-jähriger Regensburger wurde vor den Augen seiner Begleiterin von einem Taxi mitgerissen. Er starb später an den Verletzungen.

Am Neujahrsmorgen um 2.38 Uhr hatte der 31-jährige Alex M. mit seiner 25 Jahre alten Begleiterin aus München in Niederpöcking ein Taxi stoppen wollen. Ein Taxifahrer (52) war zu dieser Zeit in Richtung Starnberg unterwegs. Da er für eine Fahrt gebucht worden war, nahm er fälschlicherweise an, dass es sich bei dem Paar um seine Fahrgäste handle – und der Chauffeur hielt an. Die beiden hatten jedoch kein Taxi gerufen, und so lehnte der Fahrer durch die offene Schiebetür ab: Er könne die beiden nicht mitnehmen. Die Schiebetür des Mercedes wurde nun vom Pärchen geschlossen – wahrscheinlich verhakte sich dabei der Anorak des Mannes in der Tür.

Der Taxifahrer aus Tutzing bemerkte dies nicht, fuhr los. Was danach passierte, war am Dienstag noch unklar – ob der Mann aufgrund der eingeklemmten Jacke zu Tode geschleift wurde oder ob er überrollt wurde. Eine Obduktion soll hier Klarheit bringen.

Die 25-jährige Begleiterin erlitt einen schweren Schock – sie hatte den Tod ihres Freundes schließlich mit ansehen müssen. Die Frau und der ebenfalls unter Schock stehende Taxifahrer wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Ob der Regensburger unter Alkoholeinfluss stand, wird eine Untersuchung der Blutentnahme zeigen.

Bei den Taxifahrern im Fünfseenland hat das Unglück Bestürzung ausgelöst. „Der Verstorbene kann einem leid tun“, sagt Mehmet Üzüm (37) zum Starnberger Merkur. Sein Kollege Erwin Seethaler (68) denkt auch an den Fahrer: „Das ist ein armer Hund. Er kann ja auch nichts dafür.“

mg

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