Anwohner sind alarmiert

Fiese Masche mit diesen falschen Notruf-Aufklebern

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Unvollständige Nummern und Druckfehler: Diesen Aufkleber entdeckte Felix Kulas aus Freising. Jetzt beschäftigt sich die Polizei damit.

Freising - Bunte Pickerl mit „Notfallnummern“ hat ein Unbekannter Sonntagnacht an Hauseingänge in Freising geklebt. Anwohner Felix Kulas vermutet einen „Wegweiser“ für Einbrecher, die Polizei dagegen versteckte Abzocke.

Der 29-jährige Fluggeräte-Mechaniker Felix Kulas wollte am Sonntag nach seiner Spätschicht gegen 23 Uhr noch einmal mit seinem Hund spazierengehen, als er an der Haustür des Mehrfamilienhauses an der Gartenstraße einen Unbekannten überraschte, der gerade einen Aufkleber an die Tür geklebt hatte: „Der Mann ist furchtbar erschrocken, als er mich sah“, schildert Kulas die seltsame Begegnung. Nach einem gestammelten „Hallo“ machte sich der junge Mann, der um die 20 Jahre alt sein dürfte, aus dem Staub.

Und Kulas machte sich auf den Weg durchs Viertel. Er fand noch mehr Aufkleber - aber nicht nur an Haustüren, sondern auch an einem Briefkasten: „Straßenseitig angeklebt. Was soll das für einen Sinn haben?“ Für ihn steht deshalb fest: „Ich bin mir sicher, dass es sich hier um Markierungen für kommende Einbrüche handelt.“ Denn als Rufnummernverzeichnis sei der Aufkleber höchst unbrauchbar, stellte Felix Kulas fest, nachdem er einige Testanrufe gestartet hatte: Manche Nummern auf dem Pickerl, wie etwa die des „Fundbüros“, funktionieren nicht. Später kam der 29-Jährige dann drauf, dass teilweise Münchner Anschlüsse verwendet wurden: „Man hat einfach die Vorwahl weggelassen.“

Um diese Nummern, so vermutet die Polizei, geht es auch gar nicht. Vermutlich eher um die drei Handynummern, die im unteren Drittel des Aufklebers stehen. Das seien Notfall-Firmen, die meist lange Anfahrtswege haben und in der Regel sehr hohe Rechnungen stellen, bestätigt Polizeihauptmeister Christian Mair von der Polizei Freising. Bis jetzt gebe es keine Hinweise, dass der Aufkleber eine Markierung für Einbrecher sei. Die Ermittlungen laufen aber noch. Dennoch seien die Aufkleber mit Vorsicht zu genießen.

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