18-Jähriger in Lebensgefahr

Pick-Up rast gegen Baum: Sechs Verletzte

Notzing - Sechs teils schwerverletzte junge Leute zwischen 15 und 20 Jahren sind die Bilanz eines entsetzlichen Unfalls in der Nacht auf Sonntag nahe Notzing. Ein 18-Jähriger ringt mit dem Tod.

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Zu sechst waren die jungen Männer und Frauen in den schweren Dodge RAM 1500 gestiegen. Am Steuer saß ein 19-Jähriger aus Eichenried, seine Kumpels sind in Moosinning und Ismaning zu Hause. Sie waren auf dem Heimweg, der gegen 3.30 Uhr auf der Kreisstraße ED 5 ein jähes Ende nahm. Der Pick Up mit Münchner Kennzeichen kam nach ersten Ermittlungen der Erdinger Polizei in Fahrtrichtung Moosinning kurz nach dem Notzinger Weiher nach links von der Fahrbahn ab. „Warum das geschehen ist, wissen wir derzeit nicht“, erklärte Miriam Vogt, Einsatzleiterin der Polizei. Der Geländewagen raste mit der rechten Front gegen eine massiven Straßenbaum. Die Wucht war so groß, dass der Stamm auf zwei Meter Länge entrindet wurde. Die rechte Seite des Pick Up wurde aufgerissen wie eine Konservenbüchse.

Alle Mitfahrer erlitten Verletzungen. Besonders schlimm erwischte es einen 18-Jährigen aus Ismaning. Er zog sich schlimme Verletzungen im Schädel-Hirn- sowie im Brustbereich zu und schwebt in Lebensgefahr. Wegen des instabilen Wetters in München konnte kein Rettungshubschrauber anfliegen. Der junge Mann kam ins Klinikum Bogenhausen. Ein Mädchen und ein Jugendlicher wurden ebenfalls schwer verletzt und in die Krankenhäuser Schwabing und Harlaching gefahren. Die drei Leichtverletzten, darunter der Fahrer, wurden ins Kreiskrankenhaus Erding und ins Klinikum Freising eingeliefert. Alkohol war nicht im Spiel, ein Drogentest wurde veranlasst. Die Fahrbahn war trocken.

Bilder vom Unfallort

Pick-Up rast gegen Baum: Sechs Verletzte

Möglichweise hat der junge Mann die Kraft des Dodge unterschätzt. Christian Caspari, BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst, hatte alle Hände voll zu tun, Erstversorgung und Abtransport zu organisieren. Alarmiert waren der BRK-Rettungsdienst aus Erding, Freising und Markt Schwaben, zwei Notärzte, der Malteser Hilfsdienst vom Flughafen sowie das Kriseninterventionsteam. Vor Ort waren auch die Feuerwehren Notzing, Oberding und Schwaig, die den Zugang zu dem Wrack freimachten, die Unfallstelle ausleuchteten und die Kreisstraße lang komplett sperrten. Erst um 6.30 Uhr war wieder freie Fahrt. Aufgrund der Schwere des Unfalls ordnete die Staatsanwaltschaft Landshut ein unfallanalytisches Gutachten sowie eine technische Untersuchung des Pick Ups an.

Von Hans Moritz

Rubriklistenbild: © Hans Moritz

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