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Zeugen sollen Klarheit bringen

Entgleisung im Unterricht: Lehrer geht auf Schüler los

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Noch ist nicht geklärt, ob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Lehrer, der an der Mittelschule in Oberau unterrichtet, erhebt.

Ist es eine Entgleisung mit strafrechtlicher Relevanz? An der Mittelschule Oberau soll ein Lehrer handgreiflich geworden sein – gegen einen Schüler. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt.

Oberau – Was genau vor den großen Ferien in der Oberauer Mittelschule vorgefallen ist, darüber hüllen sich derzeit alle in Schweigen, auch der Garmisch-Partenkirchner Schulamtsdirektor Markus Köpf. Er dürfe angesichts des laufenden Verfahrens nichts Konkretes dazu äußern. Nur soviel: Es gab diesen Übergriff des Lehrers auf einen Schutzbefohlenen und er hat sich während des Unterrichts zugetragen. „Wir sind aber nicht mehr zuständig“, erläutert Köpf. 

Das Ganze sei mittlerweile Gegenstand strafrechtlicher und in der Folge disziplinarischer Ermittlungen. Das bedeutet, die Staatsanwaltschaft München II und die Landesanwaltschaft als Disziplinarbehörde für Beamte in Bayern wurden inzwischen eingeschaltet. „Die Ermittlungsbehörden gewichten die Sache offenbar entsprechend schwer“, ergänzt Köpf.

Oberau: Lehrer greift Schüler an - intensive Zeugenvernehmung

Nähere Details zum Hergang gibt auch die Landesanwaltschaft nicht preis und beruft sich auf den Persönlichkeitsschutz aller Beteiligten. Dr. Jörg Spennemann, Oberlandesanwalt und zugleich stellvertretender Pressesprecher, teilt auf Anfrage der Tagblatt-Redaktion mit: „Das Bayerische Disziplinargesetz sieht in Artikel 24 Absatz 3 die Aussetzung des Disziplinarverfahrens vor, wenn in einem anderen gesetzlich geordneten Verfahren über eine Frage zu entscheiden ist, deren Beurteilung für die Entscheidung im Disziplinarverfahren von wesentlicher Bedeutung ist.“ 

Staatsanwaltschaft darf keine weiteren Angaben machen

Im Klartext heißt das: Wenn die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt, fallen die disziplinarischen Konsequenzen mit Sicherheit härter aus.

Es fänden derzeit umfangreiche Ermittlungen und intensive Zeugenvernehmungen statt, man dürfe aber aktuell keine weiteren Angaben zum Fall machen, teilte Andrea Mayer, Pressesprecherin der Münchner Staatsanwalt, schriftlich mit. Auch sie beruft sich auf den Persönlichkeitsschutz der minderjährigen Schüler.

Fertig ermittelt wurde in einem Fall aus Linz. Der sehr pikante Zweitjob eines Lehrers wurde entdeckt, weshalb ihm die Schule fristlos kündigen wollte - es aber nicht durfte. 

Thomas Karsch

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