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In Oberbayern: Skifahrer löst Schneebrettlawine aus - und wird unter ihr verschüttet

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Von: Tanja Kipke

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Lawinengefahr in Bayern erhöht.
Ein Skifahrer hat in den Chiemgauer Alpen eine Lawine ausgelöst. (Symboldbild) © Imago

Durch den gefallenen Neuschnee ist die Lawinengefahr in Bayern erhöht. Am Sonntag kam es zu mehreren Lawinenabgängen, wodurch ein Skifahrer verletzt wurde.

Update vom 23. Januar, 19.26 Uhr: Die Polizei hat neue Informationen zum Lawinenunfall in den Chiemgauer Alpen bekannt gegeben. Ein Skifahrer hatte am Sonntag eine Schneebrettlawine ausgelöst und wurde dabei zum Teil verschüttet (siehe Erstmeldung). Der 41-jährige Skifahrer sei nach Angaben der Polizei 100 Höhenmeter mitgerissen und bis zu den Schultern verschüttet worden. Ein zufällig vorbeikommender Skitourengeher hörte demnach die Hilferufe und verständigte die Bergwacht, berichtet die dpa. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Bei einer weiteren Lawine - ebenfalls am Abereck - seien vier Skitourengeher beteiligt gewesen. Sie blieben alle unverletzt. Es habe am Sonntag insgesamt drei Lawinen in der Region Aschau im Chiemgau gegeben, sagte ein Polizeisprecher. 

Erstmeldung vom 23. Januar, 17.45 Uhr: Aschau im Chiemgau - Das Wetter in Bayern hat sich am Sonntag (23. Januar) etwas beruhigt. Am Vortag waren vielerorts mehrere Zentimeter Schnee gefallen, teils mit kräftigen Windböen. Der viele Neuschnee sorgt in den Alpen für eine erhöhte Lawinengefahr. Am Sonntag kam es zu mehreren Lawinenabgängen im Bereich des Aberecks im Chiemgau (Landkreis Rosenheim). Eine Schneebrettlawine löste ein Skifahrer aus, indem er in den „stark eingefrachteten, 45 Grad steilen Osthang vom Gipfel“ einfuhr, vermeldet der Lawinenwarndienst Bayern. Der Mann wurde dabei „teilverschüttet“, hieß es.

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Lawinenabgänge in den bayerischen Alpen: Skifahrer wird leicht verletzt

Der Anriss sei im Bereich einer Wechte über einen Meter mächtig gewesen und die Lawine habe mittlere Größe erreicht. „Der Skifahrer konnte glücklicherweise ohne schwerere Verletzungen geborgen werden“, berichtet der Lawinenwarndienst. Vor allem der Neuschnee der vergangen Tage sorgt momentan für eine erhöhte Lawinengefahr. Dieser könne sich als „Lockerschnee- oder Schneebrettlawine“ von selbst lösen.

Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1500 Meter in den Chiemgauer Alpen erheblich, was die Gefahrenstufe 3 bedeutet. Darunter gilt die Gefahrenstufe 2. „Mit großen Lawinen muss vor allem in höheren Lagen der Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen gerechnet werden“, heißt es im Lawinenbericht. Bei stabilem Hochdruckwetter werde die Lawinengefahr in den nächsten Tagen wieder zurückgehen. (tkip)

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