Seit 22 Jahren gut besucht

Beliebtes Restaurant muss schließen - obwohl genug Gäste kommen

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Nur noch diesen Monat hat das Mexikanos in Oberhaching geöffnet.

Seit 22 Jahren ist das Mexikanos in Oberhaching beliebt und gut besucht. Trotzdem schließt der Wirt das Lokal ab September. Der Grund macht nachdenklich.

Oberhaching– Mit einer großen Abschiedsparty am Samstag, 31. August, schließt das „Mexicanos“ nach 22 Jahren seine Türen. Damit verlieren die Oberhachinger ein weiteres Lokal, nachdem im Juni bereits die Traditionsgaststätte „Weißbräu“ geschlossen hat. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe tolle Menschen kennengelernt und tolle Zeiten erlebt“, sagt Wirt Thomas Brummer.

Der 48-Jährige hat im April 1997 die damalige Eisdiele an der Kreuzung Kyberg Straße und Tisinstraße übernommen und innerhalb weniger Wochen zu einem Lokal mit mexikanischem Flair umgebaut. „Zu dieser Zeit entstanden auch in München erste mexikanische Restaurants und ich dachte mir, dass das hier auch gut laufen könnte“, erklärt er.

Und er hatte Recht. Vor allem die jüngere und mittlere Generation wusste Cocktails, mexikanisches Essen und das gemütliche Ambiente zu schätzen. „Viele meiner Gäste kommen schon seit 20 Jahren, zum Teil sind deren Kinder, die heute erwachsen sind, zu Gast.“ Vor sieben Jahren machte Brummer noch einen großen Umbau, sodass helle Farben und klare Strukturen den Zeitgeist trafen. Auch das Konzept wurde mit Steaks und Burgern etwas verändert. „Natürlich hatten wir aber auch weiterhin typisch mexikanische Küche.“

Mexikanos in Oberhaching schließt: „Eigentlich bestens besucht“

Brummer betont, dass das Mexicanos sich nicht über Gästeschwund klagen kann: „Eigentlich ist das Lokal jeden Tag bestens besucht.“ Doch in den vergangenen zwei Jahren wurde es nach seinen Worten immer schwieriger, Personal zu gewinnen. Er berichtet, dass vor allem an den Wochenenden niemand mehr als Bedienung arbeiten möchte.

Trauert um sein Mexikanos, freut sich aber auch auf die freie Zeit: Wirt Thomas Brummer.

Feste Arbeitskräfte im Service sind sowieso schwer zu bekommen, da die Kosten für Wohnungen in München und dem Landkreis sehr hoch sind, aber auch immer weniger Studenten, die früher in der Gastronomie ein Taschengeld während des Studiums verdienten, sind noch bereit, zu den Arbeitszeiten tätig zu sein. „Dabei ist der Verdienst eigentlich sehr gut, durch das Trinkgeld, und die Gäste sind angenehm“, wundert sich Brummer.

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Mexikanos wird abgerissen: Doppelhaus statt Gastronomie

Noch vor wenigen Jahren arbeiteten die jungen Leute, oft Kinder von Gästen, nach dem Abitur über mehrere Jahre bei ihm, doch diese Zeiten sind vorbei. Seit Beginn dieses Jahres muss er das Mexicanos sonntags sogar geschlossen lassen, weil das Personal fehlt. Nicht nur im Schankraum, sondern auch in der Küche.

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So stand der Gedanke aufzuhören schon seit zwei Jahren im Raum und wird jetzt in die Tat umgesetzt. Das Grundstück ist bereits verkauft und das Mexicanos wird im Oktober abgerissen. Im Frühling werden an der Stelle zwei Doppelhaushälften errichtet. „Ich arbeite seit 30 Jahren in der Gastronomie und nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt“, sagt Brummer. Geplant sind endlich größere Reisen, die vorher nicht möglich waren, weil das Lokal ja laufen musste.

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