Versuchter Mord?

Mitbewohner mit Küchenmesser schwer verletzt

Oberschleißheim - Schwerer Angriff mit einem Küchenmesser in Oberschleißheim: Ein Asylbewerber hat einen Mitbewohner in der Gemeinschaftsküche verletzt.

Wie die Polizei berichtet, ist es am Dienstag, 4. März, gegen 20.30 Uhr in einer Asylbewerberunterkunft in der Ferdinand-Schulz-Alee in Oberschleißheim zwischen einem 19-jährigen Senegalesen und einem 20-jährigen Nigerianer zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen. Der Grund des Streits ist bislang unklar.

Gut eine Stunde später trat der jetzt beschuldigte Senegalese unvermittelt in der Gemeinschaftsküche von hinten an den Geschädigten heran und stach mit einem Küchenmesser auf dessen Hinterkopf ein.

Die dadurch entstandene Verletzung musste ambulant in einem Münchner Krankenhaus behandelt werden. Der Senegalese konnte von Mitbewohnern überwältigt und vom Sicherheitspersonal bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Er wurde vorläufig festgenommen.

Bei der Tatausführung verletzte der Täter sich selbst an der Hand, sodass er zunächst über Nacht unter Polizeibewachung stationär behandelt werden musste. Vor Ort übernahm die Mordkommission München die weiteren Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Die Ermittlungen dauern an.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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