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Im Flüchtlingsheim: Bei hochschwangerer Ukrainerin setzen Wehen ein - dann wird die Geburt plötzlich zum Notfall

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Von: Günter Hiel

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Einsatz für den BRK-Rettungsdienst im Flüchtlingsheim in Oberschleißheim. © Hans Moritz

Am Samstagnachmittag wurden Kräfte der BRK-Rettungswache Oberschleißheim zu einem außergewöhnlichen Einsatz in eine Flüchtlingsunterkunft gerufen: Notfallgeburt mit Komplikationen.

Oberschleißheim - Als das BRK mit drei Kräften eingetroffen war, hatte der Geburtsvorgang bereits eingesetzt, und es gab Komplikationen. Dennoch konnten die Einsatzkräfte das Kind noch vor Ort entbinden. „Mutter und Baby sind wohlauf“, meldet das BRK.

Flüchtlingsheim in Oberschleißheim: Fruchtblase einer Bewohner platzt - Notfallgeburt

Der Alarm ging am Samstag um 15.25 Uhr ein. Bei einer Ukrainerin, die im neunten Monat schwanger war, war die Fruchtblase geplatzt. Nach wenigen Minuten traf der Rettungswagen der BRK-Rettungswache Oberschleißheim in der Unterkunft ein. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass es sich um eine „Notfallgeburt“ handelte.

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Der Geburtsvorgang war aus unbekanntem Grund zum Stehen gekommen, der Kindeskopf war bereits zu sehen, es gab jedoch keine ausreichenden Wehen mehr. Ein schneller Transport in eine Klinik war damit ausgeschlossen. Sofort wurde der Kindernotarzt für das Neugeborene und der reguläre Notarzt für die schwangere Frau angefordert.

Oberschleißheim: Rettungskräfte entbinden das Kind, noch bevor der Notarzt eintrifft

Die Rettungskräfte bereiteten die notwendigen Utensilien für die Notfallgeburt vor. Die Patientin wurde fachspezifisch gelagert und bei dem Geburtsvorgang sachgerecht unterstützt. Somit konnte die Geburt wieder angeregt werden. Die Rettungskräfte entbanden das Kind, noch bevor der Notarzt eintraf.

Das neugeborene Mädchen wurde mit dem Neugeborenen-Notarzt im Intensivinkubator der Berufsfeuerwehr München, die Mutter durch das Team des Rettungswagens Oberschleißheim in ein Krankenhaus mit Geburtshilfe gebracht. Mutter und Kind sind wohlauf. „Wir wünschen dem kleinen Mädchen und seinen frisch gebackenen Eltern alles erdenklich Gute“, so die beteiligten Rettungskräfte nach dem Einsatz.

Rettungskräften kommt bei Notfallgeburt gute Ausbildung zugute

Bei diesem seltenen Notfallereignis kam den Rettungskräften die interne und externe Ausbildung zugute, die das Münchner Rote Kreuz regelmäßig für das Rettungsdienstpersonal anbietet. Durch Schulungswissen und praktische Übung sind die Einsatzkräfte auch auf solch herausfordernde Einsätze bestens vorbereitet.

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