Kunden sollen Produkte nicht verzehren

Listerien-Alarm: Metzger der Hofpfisterei ruft Wurstwaren zurück

Emmering - Die Öko-Metzgerei Landfrau  - die hauseigene Metzgerei der Hofpfisterei -  bittet ihre Kunden, bestimmte Wurstsorten nicht zu verzehren. Sie könnten mit Listerien belastet sein. 

Es handelt sich um die Sorten „Bierschinken“ (Chargennummer 16444) und die „Putenbrust geräuchert“ (Chargennummer 16445) mit Mindesthaltbarkeitsdaten von 15.11.2016 bis 5.12.2016 und die „Lammsalami“ (Chargennummer 16373) mit Mindesthaltbarkeitsdaten von 10.12.2016 bis 24.12.2016. Es  bestehe die Gefahr potenzieller Kontamination mit Listerien, so ein Sprecher. Behörden seien zwar informiert worden, sähen aber keinen Grund, einzuschreiten. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme im Rahmen des vorbeugenden Verbraucherschutzes.

 Die betroffenen Produkte der Firma aus Emmering (Untere Au) wurden in Filialen der Hofpfisterei und bei ausgewählten Händlern in Bayern und Baden-Württemberg verkauft.

Öko-Metzgerei „Landfrau“ hat Kudentelefon eingerichtet 

Die Öko-Metzgerei Landfrau hat ein Kundentelefon eingerichtet. Fragen werden unter der zentralen und kostenfreien Rufnummer (0800) / 5504403 (Mo-Fr 08:00-20:00 und Sa 8:00-16:00 Uhr) beantwortet

Bei einer durch ein unabhängiges Labor durchgeführten Routinekontrolle wurde bei dem Produkt „Bierschinken“ (geschnitten und verpackt) der Erreger „Listeria Monocytogenes“ gefunden, so der Sprecher. Da am gleichen Tag auf der selben Anlage auch „Lammsalami“ und „Putenbrust geräuchert“ geschnitten und verpackt wurden, ist nicht auszuschließen, dass diese kontaminiert sein können. Deshalb ruft die Landfrau diese Artikel ebenfalls zurück.

Vom Verzehr der Produkte aus den genannten Chargen wird abgeraten.

Listerien können Fieber, Schmerzen und Durchfall auslösen

Listerien sind Bakterien, die in der Umwelt nahezu überall vorkommen und für gesunde Erwachsene meist ungefährlich sind. Sie können aber grippeähnliche Symptome mit Fieber und Muskelschmerzen oder Übelkeit und Durchfall auslösen. Bei bestimmten Risikogruppen (Schwangere, Säuglinge, Personen mit geschwächter Immunabwehr) können sie allerdings zu schwereren, manchmal sogar tödlichen Verlaufsformen führen.

 Kunden, die diese Produkte gekauft haben, können sie gegen Erstattung des Kaufpreises oder im Tausch gegen Neuware auch ohne Vorlage des Kassenbons an ihrer Einkaufsstätte zurückgeben.

„Bei unseren mikrobiologischen Untersuchungen wurde diese Verunreinigung festgestellt und wir haben die zuständigen Behörden umgehend informiert. Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität und wir schließen hier keine Kompromisse“, erklärt Nicole Stocker, Eigentümerin und Geschäftsführerin der Öko-Metzgerei Landfrau und der Hofpfisterei.

Die Öko-Metzgerei Landfrau ist die hauseigene Metzgerei der Hofpfisterei. Sie wurde 1998 in den Unternehmensverbund der Traditionsbäckerei aufgenommen, um den Kreislaufgedanken des ökologischen Landbaus zu unterstützen. Öko-Landwirte, die Brotgetreide anbauen, erhalten so die Möglichkeit, auch ihre Rinder, Schweine und Schafe über die Hofpfisterei zu vermarkten.

Am Freitag, so hoffte der Sprecher gegenüber dem Tagblatt, wisse man vermutlich mehr über die Belastung. 

Listerien-Skandal stürzte Großmetzgerei Sieber in die Insolvenz

Nachdem in Produkten der Großmetzgerei Sieber in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) im Frühjahr 2016 Listerien gefunden worden sein sollen, musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Rubriklistenbild: © dpa

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