Wirbel um den Bavaria-Park

Neufahrn - Die Wellen schlugen hoch bei der öffentlichen Vorstellung des 300 Millionen-Euro-Projekts „Bavaria Park“ in Neufahrn. Harsche Kritik kam aus dem Ortsteil Mintraching.

Der Andrang in der „Alten Halle“ war am Donnerstag so gewaltig, dass bei weitem nicht alle Platz fanden. Bürgermeister Rainer Schneider reagierte prompt und setzte für den gestrigen Freitag einen zweiten Termin an. Den teilweise sehr aufgebrachten Bürgern versprach er indes: „Wenn Sie es nicht wollen, dann wird der Gemeinderat es nicht beschließen“.

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Auch das „Initiativteam“, das den Park realisieren will, war sichtlich bemüht, die Wogen zu glätten. Sprecher Thomas Neff erklärte, man nehmen die Ängste und Sorgen der Bürger, vor allem die der Mintrachinger, ernst. Es werde Arbeitskreise geben, an denen sich auch Bürgerverteter beteiligt werden. Wünsche würden so weit als möglich berücksichtigt.

Unabhängig davon kam es zu Zwischenrufen wie: „Wollen wir nicht, brauchen wir nicht“. Die Bürger äußerten Zweifel an der Wirtschaftlichkeit, machten ihrem Ärger über die zu erwartende Lärmbelästigung und über das Verkehrsaufkommen Luft.

Einen ersten Überblick über den geplanten Bavaria-Park mit seinen einzelnen Themenbereichen bietet diese Skizze. Vor allem sieht man hier auch die Situierung in unmittelbarer Nähe zum benachbarten „Gewerbegebiet am Römerweg“.

Neff hingegen machte deutlich, dass es sich bei dem „Bavaria-Park“ nicht um einen herkömmlichen Vergüngungspark handelt. „Es ist keine Dauerwiesn, es gibt hier keine Achterbahn“, erklärte der Sprecher des Initiativteams. In Bezug auf die Pläne des federführenden Architekten Hort Haffner erklärte Neff, dass es sich bei der 18 Hektar großen Anlage um einen vielseiteigen „Kultur- und Freizeitpark“ handelt, der in sich geschlossen und überdacht sei. Mit einer zusätzlichen Lärmbelastungen sei nicht zu rechnen. Mit der „Plane eines Bierzeltes“ ist die schallisolierende Hülle des Bayernparkes demzufolge nicht zu vergleichen. Auch Bedenken, dass es zu einer unzumutbaren Verkehrsbelastung kommen könnte, wies Neff zurück. Er verwies dabei auf eine S-Bahnhalte-Stelle, die sich im Zuge des „Bavaria Parkes“ verwirklichen lasse und auf den direkten Autobahnanschluss.

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