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In der S8

Oma mit Pistole in der S-Bahn: Pendler holen die Polizei

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Die Anscheinwaffe

Plötzlich hielt eine 65-Jährige aus Germering in der S-Bahn eine Pistole in der Hand: Reisende holten die Polizei. Die Beamten stellten die Waffe sicher. Es handelte sich um eine täuschend echt aussehende Spielzeugpistole, die der Enkelin der 65-Jährigen gehört. 

Germering/München -  Es war am Dienstag gegen 14 Uhr, als zwei Zeugen (15 und 17)  in einer S8 Richtung Flughafen auffiel, dass eine ältere Frau eine Pistole unter den Oberarm geklemmt hatte. Die beiden drehten mit einem Smartphone ein Video von der 65-Jährigen und informierten über die Sprechanlage der S-Bahn den Triebfahrzeugführer. 

Dieser wiederum setzte einen Notruf ab und die Polizei wurde informiert. Die S-Bahn wurde am Hauptbahnhof angehalten. Dort anwesende Beamte der Landes- und Bundespolizei konnten die Frau aus Bulgarien, die mit vier Kindern (davon zwei Enkelkinder) unterwegs war, durch Video schnell erkennen, entwaffnen und festnehmen, wie die Polizei schreibt. 

Es stellte sich heraus, dass es sich bei der Pistole um eine Plastik-Spielzeugwaffe der Enkelin der 65-Jährigen handelte. Diese war jedoch nach ihrem Gesamterscheinungsbild von einer echten Waffe kaum zu unterscheiden. 

Zu dem Vorfall war es so gekommen: Die in Germering lebende Oma hatte ihrer Enkelin ein Bonbon geben wollen. Dieses befand sich, wie die Waffe, in der Handtasche der Frau. Sie entnahm die Pistole und klemmte sich diese unter den Arm.

Die Frau und die vier Kinder mussten die Beamten auf die Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof begleiten. Die Spielzeug-Pistole wurde sichergestellt.

Die Germeringerin erhielt wegen des Führens einer Anscheinswaffe eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffengesetzt und musste diesbezüglich eine Sicherheitsleitung von 100 Euro hinterlegen.

Die Bundespolizei weist ausdrücklich auf die Gefahren hin, die durch das Führen von Anscheinswaffen entstehen können und appelliert an die Bürger, dies in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Die Bundespolizei: „Vorbildlich war das Verhalten der beiden jugendlichen Zeugen aus München, indem sie über die Sprechanlage der S-Bahn Hilfe holten und ein Video erstellten.“

Huch:

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