44-Jähriger fällt in 60 Grad heißes Wasser

Ottobrunn - Schrecklicher Arbeitsunfall in Ottobrunn: Ein Arbeiter ist in ein Kühlwasserbecken mit 60 Grad heißem Wasser gefallen. Er wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Bei den Mitarbeitern der Verpackungsfirma Zerzog in Ottobrunn herrscht tiefe Betroffenheit. Ihr 44-jähriger Kollege hatte sich bei dem Arbeitsunfall schwere Verbrennungen zugezogen. Laut Polizei ist ein Viertel seines Körpers verbrüht. Der Verletzte wurde mit dem Rettungsdienst in eine Spezialklinik gebracht. Er schwebt nicht in Lebensgefahr.

Passiert war das Unglück bei der Reinigung des 1,75 Meter tiefen Beckens. Eine Routinearbeit für den 44-Jährigen, der laut Geschäftsführer Georg Greiß „ein erfahrener Mitarbeiter“ ist. Über dem Becken, in dem das durch Wasserdampf entstandene Kühlwasser aufgefangen wird, befindet sich eine Platte. Die hob der 44-Jährige ab, um mit dem Köcher das Wasser zu reinigen. „Dabei muss er ausgerutscht sein, aber gott sei dank war er nicht allein“, sagt Greiß. Denn nach den Sicherheitsvorschriften dürfen die Mitarbeiter diese Reinigungsarbeiten nur zu zweit vornehmen. „Sein Kollege hat sofort reagiert und ihn aus dem Wasser gezogen“, erzählt der Geschäftsführer. Für ihn und alle Mitarbeiter ist der Unfall „eine schlimme Sache“. Mit dem Krankenhaus wurde mittlerweile mehrmals telefoniert, um sich zu erkundigen, wie es dem 44-Jährigen geht. Obwohl das Becken umzäunt ist und strenge Sicherheitsanweisungen gelten, zerbricht sich der Geschäftsführer den Kopf, ob der Unfall hätte verhindert werden können. „Ich mache mir schon große Gedanken, aber wir werden intern und mit der Berufsgenossenschaft darüber sprechen, ob es noch zusätzliche Maßnahmen gibt, die wir vorsichtshalber einsetzen können“, versichert Greiß.

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