Fiat fliegt durch die Luft

Ottobrunn - Bei einem schweren Unfall im Ortszentrum Ottobrunn wird durch ein Wunder niemand schwer verletzt

„Unwirklich.“ Anders kann Kommandant Eduard Klas die Szenerie nicht beschreiben, die sich ihm und seinen Feuerwehrkollegen am Freitagabend auf der Putzbrunner Straße in Ottobrunn bot. Fünf Verletzte auf einem Stück Rasen. Ein Rettungshubschrauber mitten im Wohngebiet. Und ein auf dem Dach liegender Fiat 500. „Sowas sind wir normal nur auf der Autobahn gewohnt.“

Passiert ist laut Polizeiangaben Folgendes: Gegen 18.30 Uhr fährt ein 71-Jähriger aus dem südlichen Landkreis mit seinem BMW auf der Putzbrunner Straße in Richtung Unterhaching. Vor ihm eine 39-jährige Münchnerin in ihrem Fiat 500. Plötzlich fährt der Rentner der nichts ahnenden Frau aus ungeklärter Ursache auf, beide verlieren die Kontrolle über ihren Wagen.

Bilder vom Unfallort

Schwerer Unfall: Fiat überschlägt sich

Die Wucht des Aufpralls schleudert den Fiat auf die Gegenfahrbahn und dort auf den Audi einer 33-Jährigen. Dann prallt der Wagen nach links ab, fährt meterweit über den Gehweg und stößt gegen drei Betonpfosten, die einen Fußgängerbereich abtrennen. Die Pfosten werden aus ihrer Verankerung gerissen; der Fiat überschlägt sich, fliegt in eine Böschung und bleibt auf dem Dach liegen.

„Ich habe nur noch gesehen, wie das Auto sich vor mir überschlägt“, sagt eine 27-jährige Augenzeugin aus Ottobrunn, die das Ganze aus 50 Meter Entfernung in ihrem Wagen beobachtete. Sie selbst war auf der Putzbrunner Straße unterwegs. Dann die fliegenden Poller, der Fiat, der „vor mir durch die Luft geflogen ist“. „Es waren sofort unendlich viele Leute da“, die eine Kette gebildet und den Unfallort abgeriegelt hätten.

Wie durch ein Wunder wurde die Fahrerin nur leicht verletzt, kam aber per Rettungshubschrauber zur stationären Behandlung in eine Münchner Klinik. Indes kam auch der 71-jährige Unfallverursacher nicht ganz spurlos davon. Auch er geriet nach dem Aufprall auf die Gegenfahrbahn und rammte dabei den VW Golf eines 39-Jährigen und seiner zwei Insassen aus dem südlichen Landkreis. Der Fahrer des Golf konnte selbst zum Arzt gehen, die drei Übrigen kamen zur ambulanten Behandlung in ein Münchner Klinikum.

Ein halbwegs glimpflicher Ausgang. Dennoch hatte die Feuerwehr zwei Stunden zu tun. Die Putzbrunner Straße war für anderthalb Stunden gesperrt, was für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgte. Der Gesamtschaden an Fahrzeugen und Pollern beläuft sich auf 33 000 Euro. (mmä)

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