Vermutlich zwei Täter

Unbekannte sprengen Geldautomat in Ottobrunn - schon wieder

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Auch von außen sind die Schäden am Gebäude und dem Geldautomaten gut erkennbar.

In der Nacht zum Mittwoch haben Unbekannte einen Geldautomaten in Ottobrunn aufgesprengt. Es ist das zweite Mal innerhalb eines halben Jahres, dass die Filiale überfallen wird.

Ottobrunn – Zum zweiten Mal ist in der Nacht zum Mittwoch ein Geldautomat in der Filiale der Deutschen Bank in der Naupilaallee in Ottobrunn gesprengt worden. Dabei haben die Täter einen sechsstelligen Betrag erbeutet. Trotz nicht von der Hand zu weisender Übereinstimmungen beider Taten, will die Polizei sich noch nicht festlegen, ob die Überfälle von den selben Tätern begangen worden sind. 

Das Bild der Verwüstung zeigt sich an der Fassade der Bank-Filiale: Drei Fenster sind geborsten, die Spanplatten zum Sicht- und Lärmschutz sind auseinander gebrochen und einer der beiden Geldautomaten in der Filiale ist zerstört. Die Täter, vermutlich zwei junge Männer, haben diesen in der Nacht zum Mittwoch aufgesprengt. Gegen 0.30 Uhr sind sie über den offenen SB-Bereich, den jede Bank mit einem Geldautomaten haben muss, in das Gebäude gelangt und haben den Automaten auf bislang unbekannte Weise aufgebrochen. „Ob es sich um eine Gas- oder Sprengstoffsprengung handelt, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen“, sagt Michael Riehlein von der Pressestelle des Polizeipräsidiums München. 

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Nennen konnte er dafür die Beute, die die Täter erbeutet haben: einen sechsstelligen Betrag über 100 000 Euro. Hinzu kommt ein „vorsichtig geschätzter“ Sachschaden in der Bank und am Gebäude von rund 80 000 Euro. „Mögliche Folgeschäden lassen sich jetzt noch nicht absehen“, sagt Riehlein. Laut einem Sprecher der Deutschen Bank ist der Schaden größer als beim ersten Überfall auf die Filiale im Oktober vergangenen Jahres. Bei diesem sprengten Unbekannte schon einmal einen Geldautomaten in der Filiale, damals mit einer Gassprengung. „Die langt gerade, um den Automaten aufzusprengen“, erklärt Riehlein. 

Lauter Knall und Motorgeheul 

Trotz der Parallelen bei den Überfällen geht die Polizei bislang noch nicht von einem Zusammenhang aus. Es gebe keine spezielle Tätergruppe, die zunächst ins Visier gerate. Erst nach der Auswertung der Überwachungsbänder wisse man mehr. 

Die Sprengung gemeldet haben die Anwohner, die über der Filiale oder in der unmittelbaren Umgebung wohnen. „Ich bin durch einen Knall aufgewacht“, sagt eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte, gegenüber dem Münchner Merkur. Im Anschluss habe sie ein Motorrad wegfahren hören. Laut Ermittlungsstand der Polizei handelt es sich allerdings bei dem Fluchtfahrzeug um einen dunklen Sportwagen. Wenn der Auspuff entsprechend bearbeitet sei, könnte der Ton auch mit einem Motorrad verwechselt werden, sagt Riehlein. Der zweite Überfall innerhalb eines Jahres sorgt bei den Anwohnern auch für Sorge. „Die Unsicherheit wächst“, sagt ein Mann. 

Schon ab Donnerstag ist die Filiale der Deutschen Bank in Ottobrunn wieder geöffnet. Da es einen zweiten Geldautomaten und einen Kundenschalter gebe, gebe es keine Einschränkungen, sagte der Bank-Sprecher. Bereits am gestern ließ die Bank die Fenster von einem Glaser wieder richten. In etwa zwei bis drei Wochen sei mit dem neuen zweiten Geldautomaten zu rechnen.

Zeugenaufruf: 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 51, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

ses

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