Die Rettung?

Stammzellenspender für Pierre-André gefunden

Überglücklich sind Sabrina und Andreas Böhm: Für den kleinen, lebensbedrohlich erkrankten Pierre-André wurde ein Stammzellenspender gefunden. Foto: FKN

Ebenhausen - Das Baby Pierre-André Böhm aus Ebenhausen darf auf Rettung hoffen: Im Februar werden Stammzellen transplantiert.

Man kann es mit Recht als schönste Nachricht des Jahres bezeichnen: Für den elf Monate alten, lebensbedrohlich am Wiskott-Aldrich-Syndrom erkrankten Pierre-André Böhm aus Ebenhausen wurde ein Stammzellenspender gefunden. Anfang Januar bekam Familie Böhm die lang ersehnte Nachricht, die für ihren kleinen Sohn die Rettung bedeuten kann.

Als Wiskott-Aldrich-Syndrom wird ein Gendefekt beschrieben, der sich in einem geschwächten Immunsystem, verminderter Blutgerinnung und Hautausschlag äußert.

Die gute Nachricht: „Professor Michael Albert von der Uni-Klinik in München hat uns mitgeteilt, dass sich ein Spender gefunden hat“, sagt die Mutter, Sabrina Böhm. Dass der genetische Zwilling aus der Pullacher Typisierungsaktion stammt, hält die vierfache Mutter für eher unwahrscheinlich: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass schon alle Proben ausgewertet sind.“

Jetzt laufen erst einmal die Transplantationsvorbereitungen für den elf Monate alten Buben an. „Er wird von Kopf bis Fuß untersucht.“ Am 6. Februar, einen Tag nach seinem ersten Geburtstag, muss Pierre-André in die Klinik, ein Dauerkatheter soll gelegt werden. „Am 18. Februar beginnt die Chemotherapie, ungefähr eine Woche später werden die Stammzellen transplantiert“, beschreibt die Ebenhauserin das Prozedere. Böhm hofft , dass bis dahin noch ein sogenannter „Back-up-Spender“ gefunden wird. „Einfach, dass noch ein Zweiter da ist, falls der andere nicht mehr kann oder will.“ Ist der Spender beispielsweise erkrankt oder schwanger, dürfen keine Stammzellen entnommen werden.

Sabine Hermsdorf

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