In Krailling

Piranha-Alarm: Dieser See ist gesperrt

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Der Bergerweiher in Krailling ist für Badende gesperrt, weil hier zwei Piranha-Kadaver aufgetaucht sind.

Krailling - Gruselig! Der Bergerweiher in Krailling ist für Badende gesperrt, weil hier zwei Piranha-Kadaver aufgetaucht sind.

Der Kraillinger Bergerweiher ist bei den Einheimischen ein beliebtes Badeparadies. Doch seit Donnerstag herrscht an dem See ein Badeverbot. Der Grund: In dem Weiher wurden zwei tote Piranhas entdeckt – tropische Raubfische, die in großen Scharen durchaus auch dem Menschen gefährlich werden können.

Ein 53-jähriger Landschaftsgärtner entdeckte am Donnerstag bei einem Spaziergang an dem Weiher einen der toten Piranha im Wasser treiben. Kinder fanden wenig später am Ablass des Gewässers, der mit der Würm verbunden ist, einen weiteren Piranha-Kadaver.

Der Spaziergänger holte die Polizei, die wiederum Kraillings Vize-Bürgermeister

Peter Weigert verständigte. Nachdem man sich im Internet kundig gemacht hatte, verhängte die Gemeinde erst einmal ein Badeverbot für den See.

„Wir haben das Badeverbot vorsorglich erlassen, weil wir nicht wissen, ob sich noch mehr Piranhas im See befinden“, so Weigert zur tz. Am Freitag wurden die beiden Piranha-Kadaver zu Dr. Helmut

Wedekind ins Institut für Fischerei der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft in Starnberg gebracht. Der untersuchte die Kadaver und stellte fest: „Es handelt sich um zwei rote Piranhas, die vermutlich ein Aquarianer in den See entsorgt hat.“ Ob die Raubfische dabei noch lebten, vermochte Dr. Wedekind gestern nicht zu sagen. Und der Vizechef der biologischen Abteilung des Sea Life München, Serdar Karagöz, verweist Szenarien wie aus diversen Horror-Schockern in das Reich der Fabel: „Ich bin schon mit Piranhas in Südamerika geschwommen, nur wenn sie in Schwärmen auftreten, muss man sich hüten.“ Und Dr. Wedekind erklärt: „Bei den heimischen Wassertemperaturen verhalten sich die Piranhas eher träge.“ Spätestens im Herbst würden sie in heimischen Gefilden am kalten Wasser jämmerlich zu Grunde gehen, 15 Grad Wassertemperatur seien schon tödlich für sie.

Dennoch: Der Sommer dauert noch lange. Und darum sagt Barbara Beck, Sprecherin des Landratsamtes: „Wir müssen prüfen, wie hoch man die Besorgnis einstufe muss.“ Darum bleibt der Bergerweiher erst einmal übers Wochenende gesperrt. Beck: „Dann sehen wir weiter.“

J. Welte

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