Mitten in Altenerdinger Wohngebiet

Pistolenschütze löst Großeinsatz aus

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Ein nächtlicher Pistolenschuss mitten in einem Altenerdinger Wohngebiet hat am Donnerstag zu einem Großeinsatz für mehrere Polizeieinheiten geführt.

Erding - Ein nächtlicher Pistolenschuss mitten in einem Altenerdinger Wohngebiet hat am Donnerstag zu einem Großeinsatz für mehrere Polizeieinheiten geführt. Ein 32-Jähriger wurde vorübergehend festgenommen.

Es war kurz nach 21 Uhr, als zwei Frauen (17 und 40 Jahre alt) auf der Langen Feldstraße spazieren gingen. Kurz vor dem evangelischen Kindergarten nahmen sie plötzlich einen Schuss wahr. Die beiden waren überzeugt, einen Einschlag neben sich gespürt zu haben. Auch ein Anwohner hörte den Schuss.

Rasch war der Tatort ausgemacht, von dem der Schuss aus abgegeben worden war – ein Mehrfamilienhaus an der Langen Feldstraße. Eine der Frauen sprach den Mann an, der auf dem Balkon stand. Er erklärte, er habe das Recht zu schießen, denn er verfüge über einen Waffenschein.

Die Polizei ging zunächst einmal vom Schlimmsten aus. Zahlreiche Beamte von den Inspektionen Erding und Flughafen, vom Ingolstädter Präsidium und vom Kriminaldauerdienst der Kripo Erding rückten an. Zeitweise stand mehr als ein Dutzend Polizeiautos auf der Straße. Die Einsatzleitung hatten ein Fachbeamter aus Ingolstadt und Erdings Polizeichef Anton Altmann.

Bilder: Pistolenschütze löst Großeinsatz aus

„Um jede Gefährdung auszuschließen, haben wir das Haus umstellt und die Umgebung großräumig abgesperrt“, berichtet der Erste Hauptkommissar. Mit Schutzwesten und scharfen Waffen verschafften sich die Beamten Zutritt zur Wohnung. Dort trafen sie auf den 32-Jährigen und dessen Partnerin. Der Schütze erklärte, der Schuss habe sich beim Reinigen der Waffe gelöst. Laut Altmann handelte es sich um eine Gaspistole, für die der Erdinger keine Erlaubnis benötigt. Dennoch wurde er kurzzeitig festgenommen, noch in der Nacht aber wieder entlassen.

Sprengstoffhunde suchten das Gebiet um den Kindergarten nach Projektilen ab, um sicherzugehen dass tatsächlich keine scharfe Waffe eingesetzt worden war. Es wurde aber nichts gefunden. Die Staatsanwaltschaft Landshut ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Gegen Mitternacht wurde ein Einsatz beendet.

Hans Moritz

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