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Feuerwehr findet schwer verletzte Frau: 46-Jährige stirbt - Sohn (20) verhaftet

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Von: Phillip Plesch

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Auf dem Kran wurde der 20-Jährige gefasst, die Polizei suchte nach Spuren
Auf dem Kran wurde der 20-Jährige gefasst, die Polizei suchte nach Spuren © Marcus Schlaf

Der Feuerwehr wurde ein Brand gemeldet, sie entdeckten eine Frau mit schweren Kopfverletzungen. Die 46-Jährige starb, ihr Sohn wurde verhaftet.

Planegg - Vieles deutet auf ein Familiendrama hin, an dessen Ende eine Frau sterben musste: Am Donnerstagabend wurde in Planegg eine schwerverletzte Frau (46) gefunden. Sie erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Als Tatverdächtiger gilt ihr Sohn (20), der von der Polizei festgenommen werden konnte.

Planegg: Anwohner melden Brand - Polizei entdecken verletzte Frau

Gegen 17.45 Uhr meldeten Anwohner einen Brand in Planegg. In einem Kellerabteil eines Mehrfamilienhauses war das Feuer ausgebrochen. Feuerwehr und Polizei rückten an und räumten das Gebäude. Dabei entdeckten die Einsatzkräfte in einer Wohnung die 46-Jährige, die schwerverletzt am Boden lag. Offenbar war sie brutal gegen den Kopf geschlagen worden.

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Der Rettungsdienst brachte die 46-Jährige aus dem Landkreis München ins Krankenhaus. Doch jede Hilfe kam zu spät. Sie verstarb im Laufe des Abends in der Klinik. Ihr Ehemann war zur Tatzeit wohl nicht in der Wohnung.

Derweil löschte die Feuerwehr die Flammen. Nach ersten Ermittlungen wird Brandstiftung von der Polizei nicht ausgeschlossen. War es Zufall oder gibt es einen Zusammenhang mit dem Angriff auf die 46-Jährige? Die weiteren Ermittlungen dazu laufen.

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Anrufer kündigt Suizid an - Sohn unter Tatverdacht

Gegen 18.45 Uhr meldete sich dann ein Unbekannter telefonisch bei der Polizei. Er kündigte an, sich das Leben zu nehmen. Die Beamten fanden heraus, dass es sich um den 20-jährigen Sohn der Verstorbenen handelte, der unter Tatverdacht steht.

Die Fahndungsmaßnahmen nach dem 20-Jährigen verliefen erfolgreich. Dafür waren über 15 Polizeistreifen und ein Hubschrauber im Einsatz. Auf einer Baustelle unweit des Mehrfamilienhauses trafen die Einsatzkräfte den Tatverdächtigen an. Laut Polizei stand er auf einem Kran in etwa 40 Metern Höhe. Mit einem Hubfahrzeug der Feuerwehr wurde die Verhandlungsgruppe der Polizei in Position gebracht. Zwischen 2 und 3 Uhr nachts ließ sich der 20-Jährige schließlich widerstandslos festnehmen.

Da eine Eigen- oder Fremdgefährdung bei ihm nicht ausgeschlossen werden konnte, kam er in ein Krankenhaus. Dort wird er von der Polizei bewacht. Am Wochenende soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Das Kommissariat 11 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zur Tatwaffe und zu einem möglichen Motiv konnte die Polizei bisher nichts sagen.

Auch in Franken hat sich ein Familiendrama abgespielt: Eine 14-Jährige starb, ihre Mutter wurde verletzt. Der Bruder (17) wurde festgenommen.

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