Filmreife Szenen in Poing

30 Meter mitgeschleift: Polizei fängt Dealer ab - als sich Beamte dem Auto nähern, drückt er aufs Gas

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Einen spektakulären Polizeieinsatz hat es in Poing gegeben, als Beamte Drogendealer ins Visier genommen hatten.

Spektakuläre Szenen haben sich Poing abgespielt, als Polizisten Drogenkonsumenten ins Visier genommen hatten. „Ernesto“ bekam nämlich Panik - und drückte aufs Gas.

Poing/München – Für Drogendealer gibt es keine Altersbegrenzung. Jetzt aber saßen für die Szene zwei echte „Oldies“ auf der Anklagebank. Ernst D. (53), genannt Ernesto, und Guido K. (49), Spitzname „Richie Rich“ waren der Polizei in die „Fänge“ geraten, nachdem die Beamten einen dritten Konsumenten kontrolliert und anschließend observiert hatten.

Der führte sie direkt zur Wohnung des 49-Jährigen nach Poing, vor der sich am frühen Abend eines Apriltages 2018 dramatische Szenen abspielen sollten. In Warte-position fingen die Beamten „Ernesto“ ab, der seinem Spezl etwas Heroingemisch vorbeigebracht hatte. Die Restmenge, knapp zehn Gramm, noch in der Faust, begab er sich zu seinem Auto und wurde rasch von den Polizeibeamten angesprochen. Voller Panik startete er durch.

Sprung auf die Motorhaube als Rettung

Einer der Beamten konnte sich nur noch mit einem Sprung auf die Motorhaube retten. Der andere Polizist, versuchte mit einem Griff durch das Fenster den Zündschlüssel abzuziehen und wurde 30 Meter mitgeschleift. Irgendwie schafften es die Beamten schließlich, den Wagen zu stoppen. Allerdings erlitten beide Männer schmerzhafte Prellungen und konnten drei Tage lang nicht arbeiten.

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Hausdurchsuchungen brachten neben Drogen wie Marihuana und Heroingemisch allerlei Dealer-Handwerkszeug, 15 000 Euro Bargeld und eine Luftdruck-Pistole ans Tageslicht.

Saftige Haftstrafe droht

Die hatte „Ernesto“ aber angeblich nicht zur Absicherung seiner Drogengeschäfte benutzt, sie dürfte ihm aber dennoch eine saftige Haftstrafe bringen. Einer Vereinbarung zufolge stehen für ihn fünf bis fünfeinhalb Jahre zur Disposition. Sein Spezl soll nicht mehr als zweieinhalb Jahr Freiheitsstrafe bekommen. Der Prozess dauert an.

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