Ermittlungen wegen Einbruch in Karlsfelder Schule laufen

Nach dem Einbruch in die FOS: „Das waren auf keinen Fall Schüler“

In die Karlsfelder Fachoberschule wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch eingebrochen. foto: hab „Man hat schon ein bisschen Angst, dass die Ersatzprüfungen jetzt schwierigerwaren.“Schülersprecher Alexander Frey

Nach dem Einbruch in die Fachoberschule Karlsfeld in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ermittelt die Polizei weiter auf Hochtouren. Als sicher gilt, dass dabei Profis am Werk waren, wie Schulleiter Karl Heinz Semsch gestern bestätigte: „Das waren auf keinen Fall Schüler, auch die Polizei schließt das aus.“

Karlsfeld – Wie berichtet, sind bislang unbekannte Täter in der Nacht auf Mittwoch in die Schule an der Zugspitzstraße eingestiegen. „Die haben es nur aufs Geld abgesehen“, so Semsch, „alles andere blieb unangetastet, kein Computer, kein Laptop wurde mitgenommen.“ Rund 1200 Euro Bargeld fielen den Tätern in die Hände, sie hatten im Bürobereich der Schule mehrere Schränke aufgebrochen.

Den 60 mal 40 Zentimeter großen und rund 100 Kilo schweren Tresor konnten die Einbrecher vor Ort offenbar nicht öffnen, sie nahmen ihn mit. Problem: In dem Tresor befanden sich Abituraufgaben. Die Aufgaben mussten wegen des Einbruchs bayernweit ausgetauscht werden. Wie das Kultusministerium mitteilt, ist man aber auf derlei Notfallsituationen vorbereitet, die Fachoberschulen erhielten sofort Ersatzaufgaben. Auch Semsch bestätigt: Nach dem prüfungsfreien Mittwoch seien die Englisch-Prüfungen am Donnerstag regulär abgelaufen, „die Prüfungen konnten weitergeschrieben werden“. Mit den Mathematik-Prüfungen endeten die Abi-Prüfungen für die Fachoberschulen am gestrigen Freitag.

Was dem Schulleiter besonders wichtig ist: „Die Abi-Aufgaben waren ordnungsgemäß verwahrt!“ Es befanden sich laut Semsch auch keine bereits geschriebenen oder korrigierten Prüfungen im Tresor.

Für die Karlsfelder FOS-Abiturienten war der Vorfall ärgerlich. Schülersprecher Alexander Frey (19): „Man hat schon ein bisschen Angst, dass die Ersatzprüfungen jetzt schwieriger waren. Das Ganze ist einfach sehr unerfreulich, weil uns gesagt wurde, dass es bei dem Einbruch nur ums Geld und eben nicht um die Prüfungen ging. Hätten die Einbrecher einfach den Tresor dagelassen, hätten sie genauso viel Geld gehabt und wir noch unsere Abiaufgaben.“

Jennifer Illner (18) aus Dachau ergänzt: „Man fragt sich schon, ob die anderen Prüfungen leichter gewesen wären. Aber nicht einmal die Lehrer wissen, wie die Originalprüfungen ausgesehen haben.“

Und Michelle Pangerl (19) aus Dachau weiß: „Wir haben nun quasi die Abiturprüfungen bekommen, die eigentlich für die Nachschreiber im September gedacht waren. Das gilt für die Prüfungen gestern und heute in Mathe und Englisch. Für die Nachschreiber müssen in beiden Fächern jetzt neue Klausuren erstellt werden.“

nn/tol

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