Doppelmord: Polizei hofft auf weitere Hinweise von Bürgern

Krailling - Im Kraillinger Doppelmordfall hofft die Polizei auch nach der Festnahme des tatverdächtigen Onkels weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung. Nach was die Ermittler noch suchen:

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Wie Polizeisprecher Wolfgang Wenger am Sonntag mitteilte, könnte jemand aus der Bevölkerung möglicherweise noch etwas bemerkt haben oder Hinweise zu dem festgenommenen 50-Jährigen geben. “Wir sind Puzzlezusammensteller“, sagte Wenger. Derzeit gebe es keinen neuen Vernehmungsstand. Der Tatverdächtige sitzt im Münchner Untersuchungsgefängnis Stadelheim. Ein Geständnis hat er nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht abgelegt.

Ganz im Gegenteil: Der mutmaßliche Mörder schweigt eisern. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag in München, der festgenommene 50-jährige Onkel der Kinder habe nach den ersten beiden Vernehmungen “die Kommunikation mit den Ermittlern eingestellt“. Zuvor hatte sich der Mann bei den Verhören in Widersprüche verstrickt. Wie der Bayerische Rundfunk aus Ermittlerkreisen erfahrern haben will, hat sich der Tatverdächtige jetzt einen Anwalt genommen.

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Auch zwei Tage nach der Festnahme des Tatverdächtigen zündeten betroffene Kraillinger vor dem Haus, in dem Sharon (11) und Chiara (8) vor rund anderthalb Wochen tot von ihrer Mutter gefunden wurden, Kerzen an. Nach Angaben Wengers gebe es in dem Münchner Vorort nach der Festnahme des Onkels aber eine “spürbare Entlastung“. Viele Kraillinger hatten nach dem Mord an den beiden Mädchen in Angst gelebt und vor allem um ihre Kinder gefürchtet.

dpa/dapd/mm

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