Überraschung um 4 Uhr morgens

Partybus trotz Tanzverbots gestartet, aber dann...

Fürstenfeldbruck - In Fürstenfeldbruck wurde ihm die Fahrt verboten. Deshalb startete der Partybus in der Nacht auf Allerheiligen in München. Bei der Rückfahrt stoppte die rollende Musikbox allerdings in Bruck - und wurde von der Polizei bereits erwartet.

Nach sechs rockigen Stunden im rollenden Partybus quer durch München war am Sonntag frühmorgens um 4 Uhr Schluss mit lustig: Kaum hatte der Busfahrer die Brucker Stadtgrenze passiert und kaum wollte er das müde Feiervolk am S-Bahnhof aussteigen lassen, war die Polizei schon da und nahm die Personalien von Christoph (Cis Cis) Böck auf.

Böck hatte gemeinsam mit einem Münchner Busunternehmer, der sich auf solche Party-Fahrten spezialisiert hat, das Spektakel in der Allerheiligen-Nacht organisiert. Am stillen Feiertag herrscht eigentlich Tanzverbot. Doch das war nicht der Grund, warum die Stadt noch am Freitagnachmittag die Abfahrt in der Kreisstadt untersagt hatte. Die Stadt argumentierte mit der fehlenden Genehmigung für die Vergnügungsveranstaltung.

Böck wich deshalb nach München aus. Dort gab es keine Probleme. Per S-Bahn hatten sich die jungen Leute am Samstag um 21 Uhr auf den Weg gemacht. Am Münchner Hauptbahnhof wartete der Musikbus. Für einen „Fahrpreis“ von 15 Euro wurden die 120 Spaß-Insassen durch München kutschiert. Zurück ging’s aber nicht mit der S-Bahn, sondern im Bus – „ganz leise und ohne Musik“, wie Böck bekräftigt.

Doch irgendwie kam der auch frühmorgens noch hellhörigen Polizei dann doch zu Ohren, dass der Partybus auf den Weg nach Bruck ist. Am Bahnhof, wo die meisten Gäste ihre Autos abgestellt hatten, warteten die Beamten. Böck hat mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet. Er erwägt eine gerichtliche Klärung, ob das Verbot durch die Stadt überhaupt rechtens war.

Peter Loder

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