Tier mit gefährlichem Gift getötet

Polizei sucht Hundehasser

Geltendorf - Das Gift, an dem Mitte November ein Mischlungshund gestorben ist, ist besonders gefährlich. Der drei Monate alte Mischlingshund hatte keine Chance. Die Polizei sucht nun nach dem Hundehasser, der den Köder ausgelegt hat.

Das Gift, an dem der Hund gestorben ist, heißt Carbofuran. Es ist sehr gefährlich und deshalb in ganz Europa verboten. Weil es so besonders schnell wirkt, hatte der drei Monate alte Hund keine Chance, nachdem er es gefressen hatte. Es starb noch während des Spaziergangs in einem Wald nördlich von Kaltenberg.

Die Polizei sucht noch immer mit Hochdruck nach dem Schuldigen. Inzwischen hat es eine Haussuchung gegeben. Zeugen hatten am Tatort zur Tatzeit einen Verdächtigen beobachtet. Weil das verwendete Gift so gefährlich ist, bekam der Mann jetzt Besuch von Beamten des Einsatzzuges Fürstenfeldbruck.

Carbofuran wurde nicht gefunden. Doch Jörg Wuttke, Leiter des Einsatzzuges, gibt nicht auf. „Der hohe Fahndungsdruck wird aufrechterhalten.“ Regelmäßig seien in der Gegend auch Hundeführer auf Streife unterwegs. Dass es sich bei dem Gift um Carbofuran handelt, haben Wissenschaftler der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität herausgefunden. Für die Polizei steht damit fest, dass dieser Fall nicht mit der Serie von Giftköderanschlägen in Germering, sowie in den Landkreisen Starnberg und München zusammen hängt.

Nun muss geklärt werden, ob tatsächlich auch bei Kaltenberg ein Tierhasser das Carbofuran gezielt ausgelegt hat, oder ob es zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurde, und es den Hund eigentlich gar nicht treffen sollte. Carbofuran wirkt nicht nur, wenn es gefressen wird. Schon Berührung reicht aus. Damit nicht weitere Tiere zu Schaden kommen, bittet die Polizei noch einmal die Bevölkerung um Hilfe. Wer Sachdienliches zur Aufklärung des Falles beitragen kann, wird gebeten sich unter Telefon (0 81 41) 61 20 zu melden.

Rubriklistenbild: © dpa

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