Eine Geschichte zum Erschaudern

Gruselig: Einbrecher späht Haus aus und hinterlässt DAS

Dachau - Ein falscher Mitarbeiter von Kabel Deutschland hat am Dienstag versucht, Wohnungen auszuspionieren. Was der Unbekannte hinterließ, waren Gaunerzinken.

Die Polizei warnt vor Ausspähern, wird verstärkt die Augen offen halten und rät, wachsam zu sein: Denn in mehreren Fällen hat ein falscher Kabel-Deutschland-Mitarbeiter versucht, sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Es gelang ihm nicht. Aber er hinterließ offenbar Zeichen an der Hauswand.

Daniel Tetzel wohnt mit seiner Frau in einem Zweifamilienhaus in Dachau-Süd. Am Dienstagvormittag - der 31-jährige Dachauer war in der Arbeit - klingelte es an der Wohnungstür. Kerstin Tetzel, 24, öffnete. Davor stand ein Mann, schwarz gekleidet, mit einem Klemmbrett in der Hand. In gebrochenem Deutsch habe der Mann behauptet, von Kabel Deutschland zu kommen. „Er hat zu meiner Frau gesagt, dass ich schnelles Internet beauftragt habe - hab’ ich aber nicht“, berichtete Daniel Tetzel. Seine Frau sagte, dass alle Leitungen im Keller seien. Doch der Mann wollte in die Wohnung, um eine Leitung zu messen. „Meine Frau holte einen Brief mit der Kundennummer zum Vergleich und machte derweil die Tür zu“, so Tetzel. Als sie zurückkam, war der Mann weg. Beim Blick aus dem Fenster sah sie zwei Männer den Hof verlassen.

Kerstin Tetzel rief nicht sofort die Polizei, weil sie zu dem Zeitpunkt nicht realisierte, dass es sich um Einbrecher handeln könnte. Am Abend telefonierte sie allerdings mit einer Bekannten aus Karlsfeld, die am Nachmittag auch „Besuch“ von vermeintlichen Kabel-Deutschland-Mitarbeiter hatte. Diese habe den Mann ebenfalls abgewimmelt, zumal sie gar keine Kundin sei. „Und die Bekannte hat an ihrer Tür Zeichen entdeckt“ - woraufhin Kerstin Tetzel nachschaute und ebenfalls drei Zeichen an der Wand neben der Haustür fand: ein T, eine gezackte Linie und ein x.

„Das könnten Gaunerzinken sein“, sagt Polizeisprecher Michael Richter. Die gezackte Linie bedeute etwa, dass hier ein Hund wohnt: Daniel Tetzel und seine Frau haben einen Hund. Mit den Zeichen kennzeichnen die Ausspäher für ihre Komplizen für einen Einbruch geeignete oder ungeeignete Häuser.

Die Zeichen haben die Tetzels natürlich sofort entfernt, wie ihnen auch die Polizei riet. Weitere Empfehlungen der Polizei - gerade jetzt mit früher einbrechender Dunkelheit, so Richter: „Gartentore geschlossen halten, wachsam sein“ - und bei verdächtigen Wahrnehmungen die Polizei rufen: 0 81 31/56 10.

no

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