Possenhofen: Toter auf Segelboot gefunden

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Possenhofen – Am Mittwochmorgen ist vor Possenhofen an Bord eines führungslos treibenden Segelbootes eine männliche Leiche entdeckt worden. Todesursache "ungeklärt".

Es kommt schon mal vor, dass ein Boot herrenlos vor seiner Werft am Starnberger See treibt. Dann fährt Werftbesitzer Markus Glas aus Possenhofen selber raus und schleppt es in den Hafen. Am Mittwochmorgen ist alles anders. In einem Segelboot, das führerlos auf den Wellen schaukelt, sehen Markus Glas und sein Sohn einen Mann liegen. Als er auf ihr Rufen nicht reagiert, steigen die Männer selbst in das Boot. Der Mann kann sie nicht hören, er ist tot. Der Körper ist über das Ruder gebeugt, eine Hand hat eine Zange umklammert.

Possenhofen: Toter auf Segelboot gefunden

Während Werftbesitzer Markus Glas die Segelyacht in den Hafen zieht, alarmiert er die Polizei. Ein Notarzt kann nur den Tod feststellen, Ursache „ungeklärt“. Deshalb übernimmt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck die weiteren Ermittlungen vor Ort. Da die Ermittler keine Gewalteinwirkung feststellen können, wird der Tote zur Obduktion zur Rechtsmedizin nach München gebracht. „Um ein Verbrechen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen offenbar nicht“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Nord in Ingolstadt, Ulrich Pöpsel.

Bei dem Toten handelt es sich um Georg P. (65) aus Tutzing. Der ehemalige leitende BMW-Mitarbeiter der Motorradsparte hatte in der Nähe der Werft eine Liegeplatz-Boje der Staatlichen Seen-und Schlösserverwaltung gepachtet. Am Dienstag soll Georg P. mit Freunden zu einem Segeltörn aufgebrochen sein. Nachdem der Segler seine Spezln wieder am Ufer abgesetzt hatte, muss er alleine zu seiner Boje gefahren sein. Was auf dem Weg dorthin passierte, versucht nun die Polizei zu klären.

Tatsache ist wohl: Von seinen Freunden hat keiner das Drama bemerkt, sie haben nicht auf ihn gewartet. Und so trieb Georg P. die ganze Nacht in seiner Segelyacht parallel zum Ufer hin und her. Da der Vorruheständler alleine in seiner Wohnung lebt, hat ihn auch niemand vermisst, als er am Abend nicht nach Hause zurückkam.

Es ist der zweite tragische Todesfall am Starnberger See in nur zwei Tagen. AmSamstag war eine Münchnerin (29) bei einem Tauchgang an der Steilwand bei Allmannshausen verunglückt. Dorothee H. war am Montag in einer Münchner Klinik gestorben.

J. Mell

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