Lkw prallt ungebremst auf Stauende

Holzkirchen - Es ist eines der Horrorszenarien auf jeder Autobahn: Ein tonnenschwerer Lastzug prallt ungebremst in ein Stauende. So geschehen am Dienstag gegen 13.15 Uhr zwischen Holzkirchen und Hofolding in Richtung München.

Ein 60-jähriger Lkw-Fahrer aus Italien übersah offenbar, dass sich hinter einer Wanderbaustelle ein Stau gebildet hatte und rammte den Sattelzug vor ihm, der sich seinerseits noch auf einen dritten Lkw schob. Der Italiener erlitt bei dem Aufprall schwerste Verletzungen, die Feuerwehr musste ihn aus dem völlig demolierten Führerhaus befreien. Ein Rettungshubschrauber flog den schwer verletzten Italiener in eine Münchner Klinik. Die anderen beiden Brummifahrer aus Raubling und aus Polen kamen mit dem Schrecken davon.

Die Anfahrt der Feuerwehr-Fahrzeuge gestaltete sich schwierig. „Wir hatten einige Probleme, zügig durchzukommen“, berichtet Holzkirchens Feuerwehr-Sprecher Franz Bettendorf. Nach der Durchfahrt des ersten Rettungswagens hatten die im Stau stehenden Autos die Rettungsgasse wieder „zugefahren“, die sich im stehenden Verkehr mangels Rangiermöglichkeiten nur schwer wieder öffnen ließ.

Die Autobahn in Richtung München war zunächst komplett gesperrt. Laut Polizei bildete sich ein etwa sechs Kilometer langer Rückstau. Erst gegen 16 Uhr floss der Verkehr wieder auf allen Fahrstreifen. Den Gesamtsachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf rund 85.000 Euro. (avh)

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