Pro-Startbahn-Bündnis jetzt mit Promi-Botschaftern

München - Jetzt hat auch das Bündnis "JA zur 3. Startbahn" seine prominenten Botschafter und will jede Woche einen neuen vorstellen. Am Montag wurde der erste präsentiert.

Der Streit um die dritte Startbahn geht weiter: Zuletzt hatten die Gegner den FC Bayern sowie den TSV 1860 München kritisiert, weil die dem „Bündnis München Pro 3. Startbahn“ beigetreten sind. Dessen Sprecher Bernhard Loos erklärt: „Während die Startbahn-Gegner seit Monaten Unterstützer sammeln, Vereine ins Boot holen und sogar die Kirchen einspannen, stilisieren sie es gleichzeitig zum Skandal, wenn die Befürworter ebenfalls Partner präsentieren. Das ist schon ein merkwürdiges Demokratieverständnis!“ CSU-Rathausfraktionschef Josef Schmid fordert zudem eine inhaltliche Debatte: „Jetzt sollten wir über Fakten und Argumente sprechen – zum Beispiel über Tausende von Arbeitsplätzen, die mit der 3. Bahn entstehen.“

Das Bündnis „JA zur 3. Startbahn“ präsentierte am Montag seinen ersten „Botschafter der Woche“ aus Kultur, Sport, Mode und Gesellschaft, die künftig für die Startbahn die Werbetrommel rühren sollen. Den Anfang macht Joachim „Blacky“ Fuchsberger: „Ich bin für die 3. Startbahn, damit unsere bayerische Heimat auch in Zukunft modern und dynamisch bleibt.“

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München von oben im Vergleich: 1962 und 2011

Das Städtische Vermessungsamt hat im Frühjahr 2011 die Stadt von oben abgelichtet. Fast ganz München in 2000 Einzel-Aufnahmen aus 1,5 Kilometern Höhe. Das selbe geschah auch schon vor 50 Jahren. Die Luftbilder von 1962 (knapp 1500 Bilder) wurden am 22. Juni 1962 aus einer Flughöhe von 1500 Metern aufgenommen. Wir haben einige Motive herausgesucht und sie gegenübergestellt. Werfen Sie hier einen beeindruckenden Blick auf München von oben - und wie sich einzelne Orte in 50 Jahren verändert haben, oder eben auch nicht ... Viel Spaß! © dpa
Der Gärtnerplatz im Jahr 1962. Zu sehen ist das Rondell mitten auf dem Platz, damals noch mit zahlreichen Bäumen bepflanzt. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Die selbe Perspektive im Jahr 2011. Der Platz hat sich sichtlich verändert. Kleine Wege zieren das Rondell, auch die Straßenführung ist deutlicher. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Der Hofgarten im Jahr 1962. Der Pavillon steht schon und auch die Wege sind hübsch strukturiert. Rechts am Bildrand ist die Ruine der heutigen Staatskanzlei zu erkennen. Und auch im Umfeld des Hofgartens sind noch einige Kriegsnarben zu erkennen, die auch 17 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs noch nicht verheilt waren. Unten links: Der Odeonsplatz mit der Feldherrnhalle. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Der Hofgarten 2011. Signifikanteste Veränderung: Die wiederhergestellte Staatskanzlei. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Die Isar auf Höhe der Wittelsbacher/ Ecke Klenzestraße. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Isar begradigt und zum innerstädtischen Kanal umfunktioniert. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
50 Jahre und eine umfassende Renaturierung später sieht die Isar auch mitten in der Stadt wieder aus wie ein richtiger Wildfluss. Zu sehen ist hier die entstandene Weideninsel, die als Rückzugsraum für Vögel und Kleintiere gedacht ist. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Das Herz Münchens: Der Marienplatz im Jahr 1962. Was fällt als erstes auf? Vor dem Neuen Rathaus fuhren damals noch Autos, erst im Jahr 1972 wurde der Platz zur reinen Fußgängerzone. Rund um die Frauenkirche wirkt das Areal noch luftig und wenig verbaut. Der Marienhof diente damals als Parkplatz. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Die selbe Perspektive 50 Jare später: Der Marienhof dient als Erholungsgrünfläche (mittlerweile wird hier nach archäologischen Schätzen bzw. für die zweite Stammstrecke gebuddelt). Auf dem Marienplatz herrscht weit weniger Betrieb als fünf Jahrzehnte zuvor - die Autos sind aus dem Stadtzentrum verbannt. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Blick auf den Viktualienmarkt. Oben mittig ist der "Alte Peter" zu sehen. Wie auch auf dem Marienplatz herrschte zu jener Zeit reges Verkehrsaufkommen mitten in der Stadt. Teile des Viktualienmarktes wurden zudem als Parkplatz genutzt. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Heute ist der Viktualienmarkt wieder verkehrberuhigte Zone. Das Gebäude links unten dient wieder als Kopf für die 2005 wiederhergestellte Schrannenhalle. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Die Ludwigstraße mit der Ludwigskirche in der Maxvorstadt. Das Dach der Kirche wurde nach dem Krieg notdürftig wieder zusammengebaut. 50 Jahre später ... © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
... erstrahlt die Kirche auch von oben in neuem Glanz. Hübsch an diesem Bild auch, wie die beiden Türme ihre Schatten auf die Ludwigstraße werfen. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Die Theresienwiese, aufgenommen am 22. Juni 1962. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wurde für das Oktoberfest 1962 aufgebaut. Links sind die Gebäude der Messe München zu sehen. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Heute stehen auf dem ehemaligen Messegelände Wohnhäuser. Die Bavaria links unten steht nach wie vor wie "in Stein gemeißelt" vor der Ruhmeshalle. Auf der Theresienwiese herrscht buntes Treiben auf dem Frühlingsfest. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Die Münchner Freiheit in Schwabing ist 1962 noch geprägt von Lücken, die der Krieg in das Künstlerviertel geschlagen hat. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Heute ist der Ort kaum wiederzuerkennen: Geprägt wird die Szenerie vor allem durch die giftgrün überdachte Tramhaltestelle. Auch die umliegenden Häuser haben sich verändert: Teilweise wurden die alten Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Rechts unten zu sehen: Der Betonklotz, in dem Hertie heute untergebracht ist. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
1962 schon imposant: Das Schloss Nymphenburg mit dazugehörigem Schlossgarten. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Viel verändert hat sich in den vergangenen 50 Jahren hier zum Glück nicht. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Anders sieht es da schon auf dem ehemaligen Flughafen in Riem aus: 1962 starteten und landeten hier noch täglich hunderte von Maschinen, um zehntausende Menschen zu befördern. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Heute ist das Areal kaum wiederzuerkennen. Seit 1998 hat hier die Internationale Messe München ihre Heimat. Nur zwei Details sind gleich geblieben: Der heute unter Denkmalschutz stehende Tower (oben links mittig) sowie die Wappenhalle. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Ein Blick an den Stadtrand: Der Langwieder See 1962. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Der Blick aus 1500 Metern im Jahr 2011. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Das Gut Großlappen im Norden von München. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt
Heute wird das Areal industriell noch wesentlich umfangreicher genutzt. Leider ist auf beiden Motiven das Gelände der Allianz Arena links von der Autobahn nicht zu sehen. © Landeshauptstadt München - Kommunalreferat - Vermessungsamt

Rubriklistenbild: © dpa

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