Landgericht München II

Prozess gegen mutmaßliche Tierquäler - Angeklagte schweigen

Zwei mutmaßliche Tierquäler, müssen sich von heute an wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht München II verantworten. Am Donnerstag machen sie lediglich Angaben zu ihren Lebensläufen.

München - Im Prozess gegen zwei mutmaßliche Tierquäler wegen gefährlicher Körperverletzung haben die Angeklagten zu den Vorwürfen geschwiegen. Vor dem Landgericht München II machten sie am Donnerstag lediglich Angaben zu ihren Lebensläufen.

Haben die beiden einen Igel gequält?

Die 25 und 30 Jahre alten Männer aus Puchheim (Landkreis Fürstenfeldbruck) sollen einen zusammengekauerten Igel über eine Straße gerollt haben. Als ein Mann sie aufforderte, das Tier in Ruhe zu lassen, soll der 30-Jährige auf ihn eingeschlagen und ihm ein Messer in die Schulter gerammt haben. Als ein zweiter Passant dem Mann helfen wollte, hätten ihn die beiden Angeklagten niedergeschlagen und mit Füßen getreten. Seit Oktober 2016 saßen die beiden Männer in U-Haft. 

Zu Beginn des Prozesses sorgte der Verteidiger des 25 Jahre alten Mannes für Verzögerungen. Er wollte wissen, ob es sich bei den Schöffen um Tierschützer handelt. Denn dies könne dann die Verhandlung beeinflussen. Das Gericht wies den Antrag ab.

Tierquälern drohen bis zu vier Jahren Gefängnis

Anschließend versuchten die Anwälte und die Staatsanwaltschaft erfolglos, bei einem Rechtsgespräch hinter verschlossenen Türen eine Einigung über ein Strafmaß zu erreichen. Die Verteidiger wollten dabei eine Bewährungsstrafe für die Angeklagten vereinbaren. Die Staatsanwältin stellte sich hingegen eine Strafe von etwa drei und vier Jahren Gefängnis für die zwei Angeklagten vor. Für den Prozess sind vier weitere Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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