Prozess: Helikopter-Spion für die Russen

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Der Angeklagte Harald S. hüllt sich bisher in Schweigen.

München - Wegen Spionage muss sich der österreichische Berufssoldat Harald S. (54) seit Montag vor dem Oberlandesgericht München verantworten.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, unter anderem Unterlagen für den militärischen Transporthelikopter NH 90 von Eurocopter in Otto­brunn an den russischen Geheimdienst SWR weitergegeben zu haben.

Laut Anklage hatte der 54 Jahre alte Mechaniker im Jahr 1995 Kontakt zu einem gewissen Wojjow aufgenommen, der sich als Mitarbeiter der russischen Handelsvertretung ausgab. Dem Angeklagten sei es aber schnell klar geworden, „dass sein Verhandlungs- und Treffpartner russischer Geheimdienstmitarbeiter war“. Dennoch habe er den Kontakt nicht abgebrochen, „sondern ließ sich auf eine Zusammenarbeit mit Wojjow ein, weil er sich finanziellen Gewinn davon versprach“.

Harald S., der über beste Kontakte zu Eurocopter verfügte, verschaffte dem Russen laut Anklage Bedienungs-, Wartungs- und Trainingshandbücher, spezielle Enteisungs-Flüssigkeiten und Messgeräte. Erst als die Russen sich auch für den Kampfhubschrauber Tiger interessierten, leuchteten in Ottobrunn die Alarmlampen. Der Kontaktmann des Angeklagten bei Eurocopter lehnte die Weitergabe der Unterlagen ab. Der Prozess ist bis zum 17. März terminiert.

ebu.

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