"Ich habe ihr voll vertraut

Prozess: Indersdorfer Arzt will von seiner Ex viel Geld zurück

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Ende einer Beziehung: Hans K. (re., mit Anwalt Tilo Schorfen) klagt gegen seine Ex-Lebensgefährtin.

Markt Indersdorf - Ein Arzt aus Markt Inderdsorf wirft seiner Ex-Lebensgefährtin vor, dass sie viel Geld vom gemeinsamen Konto abgezweigt habe. In einer Dimension von rund einer Viertelmillion Euro.

Wenn eine Beziehung zu Ende geht, ist das meist für beide Seiten eine schlimme Sache. Wenn dann aber noch Nachwuchs und Geld im Spiel sind, tun sich tiefe Gräben auf. Im Fall von Hans K. und Antje S. geht es derzeit vor Gericht um hohe Summen. Der Arzt aus Markt Inderdsorf (Kreis Dachau) wirft seiner ehemaligen Lebensgefährtin vor, dass sie viel Geld vom gemeinsamen Konto abgezweigt habe – es bewegt sich in einer Dimension von rund einer Viertelmillion Euro.

Gestern trafen sich die beiden Parteien wieder vor dem Landgericht München. Dieses Mal schilderte Hans K. als Kläger dem Richter Hans-Joachim Meßner die Dinge aus seiner Perspektive.

Er erzählt von einer Beziehung, die quasi mit einer Schwangerschaft begann. Und während der er in seiner Praxis arbeitete, zusätzlich Notarztdienste machte und Fortbildungen besuchte. Ob er denn bei diesem Aufwand überhaupt zu Hause gewesen sei, wurde Hans K. vom Richter gefragt, ob es denn überhaupt ein Familienleben gegeben habe?

Anscheinend drifteten schon bald nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes im Sommer 2007 die Leben von Hans K. und Antje S. auseinander. Er arbeitete und arbeitete, um das ständige Minus auf dem Konto auszugleichen, und verbrachte fast keine Zeit mehr mit der Frau und dem Kind. Einen gemeinsamen Urlaub habe es in den über fünf Jahren der Beziehung gegeben, zehn Tage an der Nordsee.

Hans K. räumt ein, dass er seiner Lebensgefährtin die Regelung der finanziellen Dinge überlassen habe. „Ich habe ihr voll vertraut.“ Das Minus auf dem Konto habe Antje S. mit hohen Versicherungen erklärt.

Wer hat nun recht? Hans-Joachim Meßner hat seine liebe Mühe, Klarheit in den Streit zu bringen. Ein Verlierer steht fest: der achtjährige Sohn.

vp

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