Streit in der Warteschlange

Prügelei vor Brucker Tafel: Das sagt eine Ehrenamtliche zum Vorfall

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An den Tafeln können Bedürftige sich mit Lebensmitteln versorgen. (Symbolbild)

Am Mittwochnachmittag haben sich zwei Männer vor der Tafel in Fürstenfeldbruck geprügelt. Nun hat eine Sprecherin der Einrichtung Stellung zu dem Vorfall genommen.

Fürstenfeldbruck - Aus banalem Grund waren zwei Männer am Mittwochnachmittag vor der Tafel in Fürstenfeldbruck aneinander geraten. Die Kontrahenten trugen den Streit über ihren Platz in der Warteschlange zunächst auf verbaler Ebene aus. Im weiteren Verlauf eskalierte die Meinungsverschiedenheit: Der 47-Jährige und der 54-Jährige prügelten heftig aufeinander ein. Bei den Kontrahenten handelte es sich um keine Asylbewerber, mindestens einer soll deutscher Abstammung sein.

Dorothee von Bary ist Vorsitzende der Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie sagt, dass man bei der Brucker Tafel mit einem derartigen Vorfall bisher nicht konfrontiert gewesen sei „Das kann schon mal passieren. Man sollte das ganze jetzt abkühlen lassen“, bewertet von Bary die Prügelei.

Polizei: „Überhaupt keine Probleme mit Brucker Tafel“

Die Mitarbeiter der gemeinnützigen Einrichtung bekommen dennoch Schulungen angeboten, in denen ihnen der Umgang mit „schwierigen Klienten“ näher gebracht wird. Bei dem Vorfall am Mittwochnachmittag hätten die Tafel-Mitarbeiter jedoch sofort die Polizei gerufen, so von Bary.

„Mit der Brucker Tafel haben wir überhaupt keine Arbeit, das läuft alles völlig unauffällig“, heißt es auch bei der Polizei Fürstenfeldbruck. Auseinandersetzungen wie die vom Mittwochnachmittag würden die Beamten tagtäglich an verschiedensten Austragungsorten beschäftigen, so ein Sprecher.

Tafeln im Zentrum des medialen Interesses

Die Prügelei vor der Brucker Tafel kam zu einem Zeitpunkt, da die gemeinnützigen Einrichtungen deutschlandweit im Zentrum des medialen Interesses stehen. Angestoßen hatte die hitzige Debatte die Entscheidung der Essener Tafel, vorübergehend keine ausländischen Kunden mehr aufzunehmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Diskussion mit umstrittenen Äußerungen zum Thema Armut in Deutschland zusätzlich befeuert.

Auch bei Kunden der Starnberger Tafel wird die Rolle der Einrichtungen durchaus kontrovers diskutiert, merkur.de* berichtete.

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