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Kripo sucht Brandstifter

Kinderwägen in Hochhaus angezündet: 70 Menschen in Wohnungen eingeschlossen

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Am Samstag sind in einem Hochhaus in Puchheim Kinderwägen angezündet worden. 70 Bewohner konnten das Gebäude nicht mehr verlassen.

Am Samstag sind in einem Hochhaus in Puchheim Kinderwägen angezündet worden. 70 Bewohner konnten das Gebäude nicht mehr verlassen.

Puchheim – Am Samstag sind in einem Hochhaus in Puchheim Kinderwägen angezündet worden. Das Treppenhaus war so verraucht, dass die mehr als 70 Bewohner das Gebäude nicht mehr verlassen konnten. Sie mussten in ihren Wohnungen oder auf dem Balkon ausharren. Nun wird der Brandstifter gejagt – vielleicht ein Wiederholungstäter.

Großaufgebot der Rettungskräfte: Rund 75 Feuerwehrleute waren vor Ort, dazu Polizei und Rettungsdienst.

Brand an der Kennedystraße: Der Alarm geht um 7.26 Uhr ein. Eine Streife der Polizei ist zuerst vor Ort und findet im Keller brennende Kinderwägen. Mit Feuerlöschern greifen die Polizisten ein. Dann kommt auch schon die Feuerwehr Puchheim-Bahnhof, es folgen Kollegen aus Puchheim-Ort, Germering, Fürstenfeldbruck und Eichenau. Die Feuerwehrler übernehmen mit Atemschutz das Löschen. Doch das eigentliche Problem bleibt: Das Treppenhaus ist vom Keller bis zum obersten Stockwerk offen und wirkt wie ein Kamin. Der Rauch ist rasend schnell nach oben gezogen und hat sich im ganzen Haus verteilt.

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Brand in Hochhaus in Puchheim: 70 Bewohner eingeschlossen

Zu diesem Zeitpunkt befinden sich rund 70 Bewohner in dem Hochhaus. Sie können nicht evakuiert werden, der Weg nach draußen ist durch den Rauch versperrt. Die Feuerwehrler – rund 75 Einsatzkräfte sind schließlich vor Ort, dazu Rettungsdienst und Polizei – sagen den Bewohnern, dass sie in ihrer Wohnung warten müssen. Oder eben in der frischen Luft auf dem Balkon. 

Für den Notfall: Auf der Rückseite des Hauses wird vorsorglich eine Drehleiter in Stellung gebracht – um Bewohner von Balkonen zu retten.

Mehrere Feuerwehrtrupps sind im Hochhaus unterwegs. Sie sorgen für eine Abluftöffnung. Zeitgleich wird auf der Rückseite des Hauses vorsorglich eine Drehleiter in Stellung gebracht – um Bewohner von Balkonen zu retten. „Anfangs war die Situation brenzlig“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Dass niemand ein Rauchvergiftung erlitten habe, sei dem schnellen Eingreifen der Polizei und Feuerwehr zu verdanken. „Wenn das Feuer nichts so schnell aus gewesen wäre, wäre die Situation mit 70 Leuten in einem Hochhaus sehr schwierig geworden.“ 

Für die Bewohner ist das Warten wahrscheinlich bedrückend. Denn nur ein paar Wochen zuvor ist bei einem Feuer in einem Hochhaus an der nahen Adenauerstraße eine Fünfjährige gestorben. Auch damals müssen einige Bewohner in ihrer Wohnung oder auf dem Balkon warten.

Der Kamineffekt: Durch das offene Treppenhaus zieht der Rauch vom Keller bis ganz nach oben.

 

Großeinsatz der Feuerwehr: Kinderwägen in Hochhaus angezündet

Jetzt, beim Brand an der Kennedystraße, geht die Sache glimpflich aus. Die Helfer belüften nach dem Löschen das ganze Haus und messen die Kohlenmonoxid-Werte in den Wohnungen. Zeitgleich kümmern sich Rettungsdienstler um die Bewohner. Bei einigen werden Atemwegsreizungen festgestellt. Drei haben starken Husten durch den Rauch. Doch alle können ambulant behandelt werden, niemand muss ins Krankenhaus. Gegen 10 Uhr ist der Einsatz beendet.

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Am Gebäude entsteht nach erster Einschätzung ein Schaden von etwa 80.000 Euro. Die Brandfahnder der Kripo Fürstenfeldbruck suchen jetzt nach Spuren. Sie müssen herausfinden, mit was die Kinderwägen angezündet wurden. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil es in diesem Hochhaus schon einmal nach einer Brandstiftung zu einem Feuer gekommen war: im April 2018. Damals wurden ebenfalls Kinderwägen angezündet, allerdings standen sie in einem der oberen Stockwerke

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