Aus dem Gerichtssaal 

Igel-Quäler müssen jahrelang ins Gefängnis

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Harte Strafen haben am Freitag zwei Männer (25 und 30 Jahre) aus Puchheim kassiert, die im September vergangenen Jahres hemmungslos auf zwei Pasanten (24 und 37 Jahre) einprügelten. Sie hatten zuvor einen Igel gequält.

Harte Strafen haben am Freitag zwei Männer (25 und 30 Jahre) aus Puchheim kassiert, die im September vergangenen Jahres hemmungslos auf zwei Passanten (24 und 37 Jahre) einprügelten. Sie hatten zuvor einen Igel gequält.

Puchheim – Die Männer wurden vom Landgericht München II zu vier Jahren und acht Monaten beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der brutalen Attacke war eine verbale Auseinandersetzung um einen kleinen Igel vorausgegangen.

Die beiden Angeklagten hatten das aus Angst zusammengerollte Tier über die Straße gerollt. Als die Passanten sie aufforderten, den wehrlosen Igel in Ruhe zu lassen, wurden sie brutal attackiert. Es hagelte Schläge und Tritte, mitunter auch gegen den Kopf. Die Attacke ging nur knapp am Totschlag vorbei. Denn einer der beiden Männer war nicht nur Bluter, sondern auch herzkrank. Anschließend ließen die Täter ihre Opfer zurück und fuhren zum Feiern nach München.

Obwohl die Männer einen finanziellen Täter-Opfer-Ausgleich in vierstelliger Höhe geleistet und ihre Tat im Grunde genommen gestanden hatten, waren Staatsanwältin Katrin Jung die emotionslos vorgetragenen Worte zu wenig. Die Männer hätten nur wenige oder gar keine Angaben gemacht, legte sie den Angeklagten zur Last. Selbst um den Verbleib und den Zustand des gequälten Igels hätten sie sich nicht gekümmert, hieß es im Plädoyer. Gegen das Urteil wollen die Angeklagten in Revision gehen.

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