Die Angst des Autohändlers

Die Einbrecher waren noch im Haus, als Familie Rizzo heimkam

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Bestohlen und geschockt: Bei Giuseppe Rizzo wurde eingebrochen. Seine Autos sind ihm aber alle geblieben – darunter auch der Brabus-Smart, vor dem er hier steht.

Schlimmes Erlebnis: Die Einbrecher waren noch im Haus, als die Familie Rizzo heimkam. Nun haben sie auch den Schlüssel zum Haus.

Pullach - Mit größter Wahrscheinlichkeit waren die Einbrecher noch im Haus, als der Sportwagen-Händler Giuseppe Rizzo (49) am Sonntag um 20 Uhr mit seiner Frau und den Söhnen (16 und 19 Jahre) heimkehrte zum Wohnhaus in der Wolfratshauser Straße in Pullach. Allein die Vorstellung ist schon schrecklich genug. Noch schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass die Täter auch den Generalschlüssel zum Wohnhaus sowie Kfz-Papiere und Schlüssel von fünf wertvollen Fahrzeugen sowie einige unersetzliche Familien-Schmuckstücke mitgenommen haben. „Sachschäden kann man ersetzen. Aber der Verlust des Sicherheitsgefühls und der ideellen Werte – das tut richtig weh“, sagte Giuseppe Rizzo gestern geschockt.

Die Familie lebt seit 15 Jahren in dem Haus und fühlte sich immer sicher. Am Sonntag um 13 Uhr waren alle vier zu den befreundeten Tambosi-Wirten zum Odeonsplatz gefahren. Um 20 Uhr kamen die Rizzos wieder heim. „Wir haben erst nichts gemerkt. Bis meine Frau ins Schlafzimmer ging. Da hat sie laut geschrien.“ Die Balkontür stand offen, es war eiskalt. Im Zimmer herrschte ein unbeschreibliches Chaos. Auch ein Zimmer der Söhne wurde komplett durchwühlt, eine Kommode und ein Sekretär aufgebrochen, die Schrankbeleuchtung mutwillig zertrümmert, der (leere) Tresor brachial herausgebrochen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme steht fest: „Neben Bargeld fehlt Schmuck meiner Frau – darunter auch ihr Hochzeits-Collier und eine Uhr meines verstorbenen Bruders. Das ist schlimm.“

„Das geringste Geräusch – schon sitzt man senkrecht“

In einer Aktentasche hatte Giuseppe Rizzo zudem die Papiere und Schlüssel seiner exklusiven Autos verwahrt – einem Bentley und einen Porsche sowie drei Oldtimer (Porsche Baujahr 1958, ein Lancia und ein Alfa Spider von 1973). Wenigstens diese exklusiven Auto-Schätze, die zusammen rund eine halbe Million Euro wert sind, stehen im Winter sicher in einer Halle. Beunruhigend ist, dass die Täter auch den Schlüssel zum Haus haben: „Ich habe kaum geschlafen. Das geringste Geräusch – schon sitzt man senkrecht.“

Rizzo ist sicher, dass die Täter bei der Heimkehr der Familie im Haus waren: „Sie mussten vieles liegen lassen, was sonst garantiert weg gewesen wäre.“ Die Einbrecher verließen das Haus überstürzt vermutlich auf dem gleichen Weg, auf dem sie hineingekommen waren: durch die brachial aufgebrochene Terrassentür. Den gesamten Schaden schätzt der Geschäftsmann auf rund 40.000 Euro. Den gestrigen Montag verbrachte der Sportwagenhändler damit, seine Schließanlage austauschen zu lassen und eine Alarmanlage zu bestellen: „Bei uns kommt künftig keine Maus mehr ungesehen hinein.“

D. Plange

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