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Putin-Tochter tauchte immer wieder mit Präsidentengarde am Tegernsee auf – deutsche Behörden ahnungslos

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Von: Veronika Mahnkopf

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Putins Tochter Katerina Tichonowa residierte in den vergangenen Jahren immer wieder in Luxus-Hotels am Tegernsee - in Begleitung der Präsidentengarde und unbemerkt von deutschen Behörden.
Putins Tochter Katerina Tichonowa residierte in den vergangenen Jahren immer wieder in Luxus-Hotels am Tegernsee - in Begleitung der Präsidentengarde und unbemerkt von deutschen Behörden. © Imago/Plettenberg

Putins Tochter Katerina Tichonowa residierte in den vergangenen Jahren immer wieder samt Präsidentengarde am Tegernsee – in Saus und Braus und ohne jede Kenntnis der Bundesregierung.

Tegernsee – Vor dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hätte man gesagt: Soll sie doch. Doch inzwischen hat sich das Blatt grundlegend geändert. Umso mehr schockiert, was spiegel.de und die russische Enthüllungsplattform iStories herausgefunden haben: Putins Tochter Katerina Tichonowa (35) ist seit 2016 bis 2020 immer wieder nach Deutschland gereist, vornehmlich nach München und an den Tegernsee. Pikant dabei: Sie war stets mit Putins Präsidentengarde unterwegs. Und die deutschen Behörden waren nie informiert – wie es international üblich wäre, wenn Regierungskräfte wie die Garde reisen.

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Tegernsee: Putins Tochter Tichonowa residierte in Luxus-Hotels

Tichonowa reiste meist mit ihrer heute vierjährigen Tochter. Ihr Ziel: Laut Spiegel-Bericht wohl der mutmaßliche Vater des Mädchens, Igor Selensky (53), bis April dieses Jahres Chef der bayerischen Staatsoper in München. Angeblich residierte die Putin-Tochter samt Geliebtem dann gern am Tegernsee, wohl im Leeberghof in Tegernsee, in Suiten mit Seeblick, die 300 Euro die Nacht kosten.

Reisen von Putins Tochter an den Tegernsee sind Sinnbild für Deutschlands Umgang mit Russland

Mehr als 20 Mal soll Putins Tochter Tichonowa in den vergangenen Jahren nach Deutschland gereist sein, zwischen 2018 und 2020 seien allein für die Übernachtungen in Bayern rund 50.000 Euro an Kosten zusammen gekommen.

Dass die Bundesregierung, der Bundesnachrichtendienst, nichts von all den Reisen gewusst haben soll, zeigt laut Experten, mit denen der Spiegel gesprochen hat, die laxe Haltung Deutschlands gegenüber Russland in den vergangenen Jahren.  John Sipher, Ex-Leiter der Russlandoperationen des US-Geheimdienstes CIA, sagt dazu: „Die Russlandpolitik der deutschen Regierung war immer: keine Welle machen.“ Heute ist der Blick auf Tichonowa geschärft – zumal sie immer mehr an Einfluss gewinnt und nach Informationen des Nachrichtenportals Newsweek als Ko-Vorsitzende einer Expertengruppe Russlands bröckelnder Wirtschaft helfen soll.

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