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„Unendliche Bewunderung“: Oberbayerin erinnert sich an Begegnungen mit Queen - und verrät Anekdote

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Von: Gabi Werner

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Die Wiesseerin Ingrid Versen bei einem Empfang bei der Queen
Als die Queen Mitglieder der Hillary-Stiftung zum Festakt anlässlich des 60. Jahrestages der Everest-Erstbesteigung empfing, war auch die Wiesseerin Ingrid Versen (2.v.l.) mit dabei. © Hillary-Stiftung

Der Tod von Queen Elizabeth II. hat auch im Kreis Miesbach Trauer ausgelöst. Die Wiesseerin Ingrid Versen (77) erinnert sich an zwei persönliche Begegnungen mit der Monarchin.

Bad Wiessee - Nur wenige Landkreisbürger kamen der britischen Königin vermutlich so nah wie Ingrid Versen. „Ich durfte ihr zwei Mal persönlich begegnen“, erzählt die 77-jährige Gründerin und Vorsitzende der Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland. Erstmals 2008 war die Wiesseerin zu Gast bei einer Gedenkfeier für den verstorbenen Everest-Erstbesteiger Sir Edmund Hillary auf Schloss Windsor.

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Obwohl Prinz Philip nur eine Stunde vor dem Festakt im Schloss zusammengebrochen sei und mit dem Rettungswagen nach London in ein Krankenhaus habe gefahren werden müssen, sei die Gedenkfeier nicht abgesagt worden, erinnert sich Versen. Sie sagt: „Ich habe das eiserne Pflichtbewusstsein und die fast übermenschliche Disziplin der Queen unendlich bewundert.“

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Zu einer zweiten Begegnung zwischen Versen und der britischen Königin kam es am 29. Mai 2013 anlässlich des 60. Jahrestags der Everest-Erstbesteigung durch Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay im großen Festsaal der Londoner Royal Geographical Society. Die Everest-Erstbesteigung durch die britische Expedition sei ihr schönstes Krönungsgeschenk im Juni 1953 gewesen, habe die Queen damals gesagt, erinnert sich Versen.

Und auch eine Anekdote weiß die Wiesseerin in diesem Zusammenhang zu erzählen. Als die Times-Reporterin Jan Morris die Nachricht der erfolgreichen Erstbesteigung von Nepal nach London just zur Krönung übermittelte, sei der Jubel in Großbritannien riesengroß gewesen. „Im Gegenzug für dieses Geschenk wurde Elizabeth dann eine verdammt gute Queen“, habe Jan Morris mit loser Zunge Jahre später beim Festakt durchs Mikro gerufen, erzählt Versen.

Oberbayerin durfte auch den Humor der Queen kennen lernen

Ein Spruch, den die Queen mit schallendem Gelächter und übermütigem Kopfnicken beantwortet habe. „Der ganze Saal lachte mit“, erinnert sich die Wiesseerin. „Diese unbeschwerte Freude werde ich für immer in meinem Herzen tragen, wenn ich an die körperlich kleine, aber große Queen von England denken werde“, sagt Versen voller Respekt. gab

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