Zoff an der Zapfsäule: Rentner in Rage

Haimhausen - Nicht die horrenden Benzinpreise, sondern ein rabiater Rentner hat den Puls eines 21-Jährigen an einer Tankstelle in Fahrenzhausen in die Höhe schnellen lassen.

Der junge Mann hatte am vergangenen Mittwoch gegen 19.45 Uhr gerade eine Zapfpistole in den Tank seines Ford-Pkw gesteckt, als sich ein 72-jähriger Mercedes-Fahrer aus Haimhausen sehr dicht hinter ihm anstellte.

Der Ford-Fahrer besah sich vorsichtshalber sein Auto, um auszuschließen, dass es angefahren wurde. Das brachte den Mercedes-Fahrer offenbar derart in Rage, dass er im Fahrzeuginneren wild gestikulierte und mit einem Knüppel gegen die Scheibe schlug. Der junge Mann ließ sich nicht einschüchtern, schloss seinen Tankvorgang ab und erzählte beim Bezahlen dem Kassenwart von dem Vorfall.

Bei seiner Rückkehr stellte er fest, dass der Rentner zwischenzeitlich tatsächlich sein Auto hinten leicht angefahren (Schaden rund 500 Euro) und sich in den Kassenraum begeben hatte. Als der verwirrte und alkoholisierte Senior herauskam, stellte ihn der Geschädigte zur Rede. Der Unfallfahrer murmelte ein paar Worte, stieg in sein Auto und brauste davon.

Der 21-jährige hatte sich aber das Kennzeichen gemerkt und es der Polizei mitgeteilt. Nach einer halben Stunde wurde der Gesuchte von der Dachauer Polizei in seiner Wohnung in Haimhausen angetroffen. Beim Alkotest brachte er es auf über 1,4 Promille, die er auf den Alkoholgenuss nach dem Unfall zurückführte. Er musste sich einer Blutprobe unterziehen. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

Rubriklistenbild: © dapd

Auch interessant

Meistgelesen

Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Abi-Prüfungen fanden statt
Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Abi-Prüfungen fanden statt
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Flugzeugteil auf Weide gestürzt - das sagt der Landwirt
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet - Urteil
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik

Kommentare