Echtes Abenteuer

14.000 Kilometer! Sie radeln von Aßling nach Peking

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Ein ganzes Jahr vom Ziel entfernt: Marko Xie-Tewordt und Stefan Palmhöfer (r).

Aßling - Das ist echtes Abenteuer. Mit dem Radl wollen Marko Xie-Tewordt und Stefan Palmhöfer von Aßling nach Peking fahren.

Das sind rund 14 000 Kilometer über Berge und durch weite Landschaften. Rund ein Jahr wollen sie unterwegs sein. Ihre Jobs in der bayerischen Heimat haben die beiden 22-Jährigen aufgegeben.

Los geht es am Ostermontag. „Es gibt viele, die uns für verrückt halten. Aber wir werden Spaß haben“, da sind sich die beiden einig. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, meint Stefan Palmhöfer und grinst. „Wir haben beide keine Freundin, wohnen noch bei unseren Eltern. Wir haben keine Verpflichtungen.“

Marko Xie-Tewordt wollte nach seiner Ausbildung als Physiotherapeut einfach reisen. Dann kam ihm die Idee mit der Fahrradtour. Das Ziel Peking hat auch einen ganz persönlichen Grund. Sein Vater stammt aus der chinesischen Stadt, ein Teil der Familie lebt dort. „Als Kind war ich in einem chinesischen Kindergarten.“ Etwas spricht Xie-Tewordt deshalb Chinesisch. „Ich werde mich aber nicht überall verständlich machen können. Denn es gibt viele sehr unterschiedliche Dialekte.“ Er erzählte seinem Freund Stefan von seinem Plan. „Ich habe ein Wochenende darüber nachgedacht. Und dann zugesagt, mitzukommen“, so Palmhöfer, der seine Stellung als Karosseriebauer aufgegeben hat.

Die beiden kennen sich seit der gemeinsamen Zeit bei der Jugendfeuerwehr in Aßling. Ob sie sich aber die ganze Zeit der Tour verstehen, das wird sich erst unterwegs zeigen. „Dass es Streit gibt, ist nicht ausgeschlossen. Es wäre schon möglich, dass wir uns beispielsweise in einer größeren Stadt mal trennen und jeder für sich etwas unternimmt“, überlegt Palmhöfer. „Wir werden aber viel zusammen sein. Und wir haben gemeinsam nur ein Zelt.“

Rund ein halbes Jahr haben sie die Tour vorbereitet. Die Fahrräder wurde bei einem kleinen Hersteller gekauft. Kosten: rund 1800 Euro pro Stück. Alles ist auf Stabilität ausgerichtet, auch die speziellen Reifen. „Da kannst du über Reißnägel fahren, da geht nichts kaputt.“

Wichtige Informationen fanden die beiden jungen Männer im Internet. „Da gibt es entsprechende Seiten. Die Tour nach China mit dem Fahrrad haben schon verschiedene Leute gemacht“, so Marko Xie-Tewordt. Die notwendigen Impfungen sind erledigt. Fit sind die beiden auch. Palmhöfer spielt American Football in Rosenheim, Xie-Tewordt ging Laufen. Fahrradsportler sind beide jedoch nicht. „Wir haben bisher nur kleinere Touren gemacht. Aber das kommt alles, wenn wir unterwegs sind.“

Die geplante Route führt über Passau und dann weiter die Donau entlang. In Rumänen wollen sie in Richtung Istanbul abbiegen, am Schwarzen Meer entlang radeln und dann durch Aserbeidschan fahren. Das Kaspische Meer soll per Schiff überquert werden. „Wie es dann weiter geht, wissen wir noch nicht genau“, so Xie-Tewordt.

Das Budget ist knapp bemessen. „Wir rechnen mit rund zehn Euro pro Tag. In Europa wird es mehr sein, später dann weniger“, meint Xie-Tewordt. „Das meiste werden wir für Essen und die notwendigen Visa brauchen.“

Interessierte können die Reise im Internet verfolgen. „Jetzt ist die Seite noch ziemlich leer. Das wird sich aber bald ändern“, so Palmhöfer. „Wir haben ein keines Laptop dabei und ein Handy, mit dem wir ins Internet können. Wir werden schon Möglichkeiten finden, über unsere Tour zu berichten.“ Kombinieren wollen Marko Xie-Tewordt und Stefan Palmhöfer ihre Reise mit einer Spendenaktion, die dem Aßlinger Verein „Globolab“ zu gute kommen. Sponsoren zahlen für jeden Kilometer der Tour jeweils ein paar Cent. „Wir haben schon ein paar Spender gefunden. Vielleicht werden es auch noch mehr, wenn wir unterwegs sind.“

Weitere Infos

demnächst unter

www.assling-peking.de

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