Nach Stunden im Freien bei Minusgraden

Mann vor dem Erfrieren gerettet: Polizei ehrt Campingplatz-Wart für dramatische Suchaktion

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„Hinschauen, nicht wegschauen“ – nach dem Motto hatte Raimund Stark (l.) gehandelt, den Harald Bauer ehrte. 

Raimund Stark ist Platzwart auf dem Campingplatz Peißenberg. Im Winter rettete der 64-Jährige einem Vermissten (83) das Leben - quasi in letzter Sekunde. Jetzt ehrte ihn die Polizei für seinen Einsatz.

Weilheim/Peißenberg – Obwohl Raimund Stark bereits 64 Jahre alt ist, fühlt er sich wie 28, wie er sagt. Vielleicht war Starks Fitness auch ausschlaggebend dafür, dass der Platzwart des Campingplatzes Peißenberg zum Lebensretter wurde. Denn Stark machte sich am 26. Februar trotz „miserablen Wetters“ von sich aus auf den Weg, um nachzusehen, ob sich ein als vermisst gemeldeter 83-Jähriger im Umfeld des Campingplatzes befindet. Und in der Tat fand er den völlig unterkühlten Mann in einer Mulde. Jetzt wurde der Lebensretter durch die Polizei geehrt.

Harald Bauer, Chef der Polizeiinspektion Weilheim, überreichte Stark am Donnerstag ein Schreiben von Polizeipräsident Robert Kopp und 200 Euro als Anerkennung für seine Hilfe. Zudem richtete Bauer den „herzlichen Dank“ des völlig genesen Geretteten aus. Hätte Stark den Vermissten nicht gefunden, hätte dieser mit Sicherheit nicht überlebt, sagte Bauer. Der 83-Jährige hatte bereits bei Eiseskälte eine Nacht im Freien verbracht, und trotz eines Großaufgebots an Einsatzkräften war er nicht gefunden worden.

Für Stark war das Auffinden des 83-Jährigen, den er zunächst für tot hielt, nicht das erste dramatische Erlebnis auf dem Campingplatz. Vor einigen Jahren sei dort eine Frau ertrunken, sagte Stark, und auch damals habe er die schlimmen Ereignisse unmittelbar mitbekommen.

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